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Mangelerscheinungen sogar hier?!

Eine Betrachtung auf das Geschehen und Geschehene

So manche Ente gab es 2019 nicht nur auf Seen und Wiesen… Foto: M.M.

Wer hätte das gedacht?! Im vermeintlich reichsten Land Europas gibt es Mangelerscheinungen. Da ist zunächst ein Mangel an Fachkräften. Man erinnere sich an Loriots Ödipussi von 1988. Schon vor 31 Jahren wurde in dieser vielsagenden Komödie von diesem Mangel berichtet: „Früher gab es Fachleute, verstehen Sie, Leute vom Fach, Leute, die etwas von ihrem Handwerk verstanden. Aber heutzutage…“

Heute gilt „Avanti, Dilettanti!“ statt „Avanti, Popolo!“. Das Volk bewegt sich jedoch nicht vorwärts, sondern rückwärts. Es wird gepöbelt „auf Teufel komm raus“, selbst ernannte Eliten versuchen „erste Geige“ zu spielen, obwohl diese nicht mal auf dem Kamm blasen kann und Rechen-Künstler lassen so manche Statistik zum Friseur schicken. Hauptsache, die Zahlen stimmen. Waschen, schneiden, legen, fönen. Alles bestens frisiert.

Dazu werden Emotionen geschürt. Von links nach rechts. Von rechts nach links. Und dann am besten noch von oben nach unten und wieder zurück.

In Deutschland, das längst vom Glauben abgefallen ist, herrscht jedoch der Gutglaube vor, Deutschland sei das beliebteste Land… Wer die Reaktionen in vielen Ländern, nicht nur Europas, nach dem Scheitern der „Mannschaft“ bei der Fußball-WM der Herren 2018 in Russland vernahm, kommt zu ganz anderen Schlüssen.

Zum Beispiel, dass mittlerweile längst Schluss mit lustig sein sollte. Oder geht es „uns“ noch immer viel zu gut. Haben „wir“ vor lauter „Klimawandlungen“, „Energiewenden“, „Merkeleien“ und sonstigen Misslichkeiten den Blick für das Wesentliche verloren. Was wirklich wichtig ist?! (Zum Beispiel eine intakte Familie…)

Wie meinte schon Frau Merkels Vorgänger, der Herr Schröder: „Wir wollen nicht alles anders machen, aber vieles besser…“

Mit dem „Besser“ hat es jedoch nicht so richtig geklappt, wie dann auch bei der Nachfolgerin. Ja, es gibt immer mehr sozialversicherungspflichtige Jobs im Hoch-Gebühren-, Hoch-Steuer- und Hoch-Abgaben-Land Germania, aber frau/man schaue genau hin: Wie viel Teilzeit ist darunter? Wie viel kargen Mindeslohn beinhaltet der „Arbeitsvertrag“? Wie prekär bzw. befristet ist „das Ganze“? Reicht der Entlohn, um die stetig steigenden Mieten oder Kredite bezahlen zu können? Und: Warum müssen immer mehr Arbeitnehmerinnen  und Arbeitnehmer Zweit- bzw. Dritt-Jobs annehmen, um nicht nur überleben, sondern auch leben zu können?

Die Fragen werden kaum gestellt. Ebenso nach der Sinnhaftigkeit der derzeitigen „Energiewende“ und der überbordenden Bürokratie hierzulande. Man nimmt alles so hin. Da können auch Langzeit-Praktikantinnen in höchste Ämter aufsteigen. Die deutsche Maxima Mustermann bzw. der deutsche Max Mustermann nimmt alles mit Gleichmut hin.

Warum es eine gewaltige Migrationsbewegung gibt und welchen Anteil daran Deutschland, nicht erst seit 2015, hat, wird überhaupt nicht diskutiert. Warum sich immer mehr von der real existierenden Demokratie abwenden, wird höchstens damit begründet, dass es sich halt um knorrige, unverbesserliche weiße Männer handelt, welche die Zeichen (Welche Zeichen eigentlich?) der Zeit nicht verstanden haben.

Auch am deutschen Frauen-Wesen wird die Welt aber nicht genesen. 14 Jahre politische Frauen-Power zwischen Berlin und Schwerin haben die Welt nicht besser gemacht. Im Gegenteil.

Als Freidenkerin/Freidenker kann man sich inzwischen zurücklehnen und getrost auf die nächste Wende warten, die sicher kommen wird.

Wie meinte schon der berühmte plattdeutsche Schriftsteller Rudolf Tarnow:

„Mötst di nich argern, Hett keinen Wiert, Mötst di blot wunnern, Wat all passiert. Mötst ümmer denken, De Lüd sünd nich klook, Jeder hett Grappen, Du hest se ok.

Mötst di nich argern, Hett keinen Sinn, Ward di blot schaden, Un bringt di nix in, Ward an di fräten, As Qualm un Rook. Is’t nahst vergäten, Büst grad so klook.

Mötst di nich argern, Is Unrecht di dahn, Haug mal up’n Disch, Un glieck is’t vergahn. Kort is dien Leben, Un lang‘ büst du dod, Minsch, blot nich argern, Ne, lachen deit good!“.

In diesem Sinne…

M.Michels


 

Ãœbrigens: Bei den Schlossfestspielen 2020 in Schwerin wird Beethovens einzige Oper „Fidelio“ präsentiert. Hier schon mal etwas zum Reinhören ( : ) ): youtube.com/watch?v=p7s4j5glNno (In die Suchmaschine des eigenen Vertrauens eingeben…)


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