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Schwerin: Zwischen Martensmann und Weihnachtsmarkt

Zwischen fallenden Blättern und klingenden Glöckchen

Schwerin im Jahresendspurt. Die Blätter fallen massenweise, wie auch die Masken von einigen vermeintlich bekannten Gesichtern.

Rotspon für alle

Der Martensmann schenkt kübelweise Rotspon ein, der Karnevalsclown putzt sich für den 11.11. die rote Nase, der Nikolaus ist in der Warteschleife, ein weiterer bärtiger Mann (nicht Kurt Beck, sondern der Weihnachtsmann) sucht schon seine Rentiere zusammen, nachdem er mit den Elchen gleichnamigen Test 2016 nicht bestand, und dann ist es auch nicht mehr weit bis zum Neujahrskater.

Überall gibt es schon Spekulatius, Stollen und Glühwein (Für den „kleinen“ Geldbeutel im Tetrapack!) und auch in der Landeshauptstadt kommt bei tristem Wetter, das sich der realen Lage anpasste, vorweihnachtliche Stimmung auf.

Der Weihnachtsmarkt in Sicht

Der Countdown zum Schweriner Weihnachtsmarkt läuft. Vom 27.November bis zum 30.Dezember – nur am 24. und 25.Dezember bleiben die „Tore“ geschlossen – wird der Schweriner Weihnachtsmarkt wieder Schweriner und Gäste in die Innenstadt locken.

Zwischen Pfaffenteich-Südufer (mit Eisbahn), Mecklenburgstrasse über den Altstädtischen Markt bis hin zum Schlachtermarkt ist vorweihnachtliche Stimmung garantiert. Eine Weihnachtsbühne auf dem Markplatz erwartet, wie gewohnt, große und kleine Kinder zu abwechslungsreichen Vorstellungen. Natürlich fehlt auch die obligatorische Weihnachtstanne auf dem Marktplatz nicht.

Anstrengendes Jahr

Das Jahr war auch für Schwerin anstrengend. OB Badenschier kam endlich im neuen Amt an (Der Marsch war auch lang!). Für die SPD lässt sich das Jahr 2017 unter der Überschrift „Waterloo 2.0“ zusammenfassen. Es gab weder eine Schulz- noch eine Merkel-Mania, wohl eher Depressionen wegen der beiden.

Das Staatstheater existiert auch unter neuem Chef weiter. Rentner „dürfen“ nunmehr auf ihre Karten-Ermäßigungen verzichten, sind jetzt Voll-Zahler. Na wenigstens an der Schweriner Theaterkasse werden unsere Senioren „voll“ genommen.

Schwerin sportiv

Im Sport sorgten die SSC-Mädels, Ruder-Recke Hannes Ocik oder Erfolgsboxer Jürgen Brähmer wieder für Erfolgsmomente. Ähnliches gilt für Radsportler, Segler, Leichtathleten – gerade im Nachwuchsbereich.

Ungelöste Probleme

Auch die hiesige kommunale Politik setzte sich mit den Problemen auseinander, die andere, insbesondere im Bund, verursachten. Dazu gehört auch, aber nicht nur die ungesteuerte, unkontrollierte Migration.

Man hat noch immer nicht begriffen, dass politisch und religiös Verfolgte, so wie in der Genfer Flüchtlingskonvention der Vereinten Nationen und im Artikel 16 a des Grundgesetzes umfassend beschrieben, gern willkommen sind und auch jede Unterstützung erhalten sollten, aber Deutschland allein nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen kann. Zumal die Hilfsbedürftigen, die hier bereits leben, ob Deutsche oder Nicht-Deutsche, an der „Sozialbürokratie“ seit Jahren verzweifeln…

Keine Impulse aus dem Schloss

Neue Impulse von der Landesregierung M-V – auch für Schwerinn – gab es nicht. Es bleibt für Manuela Schwesig noch viel zu tun, um wieder zu alter Natürlichkeit zurückzukehren, zur Hoffnungsträgerin, als die sie noch 2008 galt… Weniger Verbissenheit wäre besser.

Andersdenkende und Freigeister haben es in Schwerin zudem nicht gerade leicht. Wehe, man weicht von den vermeintlichen Mainstream-Meinungen ab, dann kann es bitter werden. Aber nicht vergessen: Das Schwimmen gegen den (Mainstream-)Strom stärkt die geistige und körperliche Muskulatur!

Glücklicherweise kann man auch in Schwerin, wenn jedoch in lahmer Geschwindigkeit, die neuen Medien empfangen. Zu lange wurde in die Zentralorgane geschaut.

Einiges fehlt, einiges kam

Schwerin fehlt nach wie vor eine Uni oder („richtige“) Hochschule. Ab 18.00 Uhr werden die Bürgersteige hoch geklappt, die Rollatoren bestimmen das Straßenbild und um die Mittagszeit kann man den diversen verbeamteten Schlipsträgerinnen und -trägern beim Mittagsmal im „Schlosser“ begegnen. Das sind dann die gleichen Leute, die meinen, dass „wir“ den „Gürtel“ enger „schnallen“ sollten. Nur gut, wer Hosenträger hat!

Natürlich gab es in Schwerin auch einige Neu-Ansiedlungen. Ob diese nachhaltig sind oder nur „Tropfen auf dem heißen Stein“, bleibt abzuwarten.

Ansonsten kehrt – entgegen „der üblichen Müdigkeit des grauen Gesellen November“ – keine Ruhe ein. Ebenfalls nicht in Schwerin. Das liegt nicht nur an den hektischen Weihnachtseinkäufen und fliegenden Blättern…

Marko Michels

Foto: M.M.

 

 


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