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2016 im Rückspiegel und 2017 vor der Brust

2017 – ein neues Jahr beginnt…

fernsehen2017Das Jahr 2016 war ein schreckliches, ein extremes, ein intensives. Es begann mit dem Tod von David Bowie und endete mit dem Tod von George Michael. 366 Tage geprägt von politischer Phrasologie, von Kriegen, von Flucht und Vertreibung, von Gewalt und Hass, von Terror und Hetze, ob von „Links“ oder von „Rechts“ oder von der vermeintlichen „Mitte“.

 

Ohne Kompass wird das nichts…

Politiker ohne Kompetenz und Kompass, Sportler mit viel Lug und Betrug, Wirtschaftsexperten mit geistigen, moralischen und letztendlich materiellen Pleiten, Künstler ohne Talent und Hingabe, Journalisten ohne Unabhängigkeit und eigene Meinung, Clowns ohne rote Nasen und breites Lächeln – das alles gab es 2016 und wird es 2017 wieder geben.

12 Monate liegen wieder vor uns

2017 vor uns liegen – das kann man mit Sicherheit sagen – 12 Monate. Frühling, Sommer, Herbst und Winter werden kommen, auch wenn diese ihre Bezeichnung längst nicht mehr verdienen. Neujahr ist der Erste und Silvester ist wieder Feierabend. Dazwischen wird es positive und negative Schlagzeilen aus allen gesellschaftlichen Bereichen geben. Der Mensch wird weiter primitiv, aber nicht naiv sein, wie schon Marius Müller-Westernhagen besang.

Alter Trott geht weiter

In Schwerin wird der alte Trott weiter gehen. Es wird mal hier, mal dort etwas gepinselt, bei einigen „Schein-Heiligen“ und „Falschen Fünfzigern“ auch bauchgepinselt. Die Fassaden ändern sich, die Menschen elementar nicht. So werden bei den Schlossfestspielen manche Damenschaften und Herrschaften bemängeln, dass keine Elefanten, Kamele oder Chamäleons auftreten. Als ob jene in einigen Gebäuden – nahe des Alten Gartens – nicht ausreichen würden.

„West Side Story“ statt „La Dolce Vita“

Endlich einmal keine italienische Oper, sondern ein amerikanisches Musical. Die „West Side Story“. Warum wohl gerade 2017? Aus Ehrerbietung vor Mister Trump? Aus Anlass der deutsch-amerikanischen „Freundschaft“? Oder weil Katarina Witt vor 30 Jahren, bei den Eiskunstlauf-WM 1987 in Cincinnati, als „Maria“ und mit „West Side-Story“-Melodien zum dritten Mal Weltmeisterin wurde – beim damaligen „Klassenfeind Nummer eins“?!

Was kommt noch…

Vielleicht werden 2017 sogar die Strassenbahn-Schienen am Wittenburger Berg endlich ihre Endgültigkeit erhalten? Oder ein „Geistesblitzer“ kommt auf die Idee, diese wieder nach „Links“ oder doch mehr nach „Rechts“ zu legen.

Die SPD wird bei der Bundestagswahl an der 5 Prozent-Hürde scheitern. Die CDU wird von der CSU feindlich übernommen. Die noch amtierende Bundeskanzlerin wird Exil in Moskau erhalten, wo sie von Gerard Depardieu, aber nicht von Wladimir Putin persönlich empfangen wird. Der muss nämlich selbst ins Exil, nachdem China Russland freundlich übernahm. Donald Trump bereitet derweil schon seine Wiederwahl für 2020 vor.

Die Olympischen Spiele 2018 und 2020 werden abgesagt, nachdem 90 Prozent der Medaillengewinner der letzten zehn Olympischen Spiele des Dopings überführt wurden…

Geheime Quellen…

So viel verriet jedenfalls eine Wahrsagerin, deren Name aus guten Gründen nicht genannt werden will, die aber aus gut informierten Kreisen (Glaskugel: „Made in China“) diese weisen Prognosen erhielt. Leider konnte sie nicht die kommenden Lottozahlen vorhersagen, was eigentlich das Wichtigste gewesen wäre. Aber mit den Zahlen hat es die Dame nicht so. Wie andere auch nicht. Darum gibt es ja diese merkwürdigen Statistiken, auf die sich alle berufen, aber „hinten und vorne“ nicht stimmen.

Erfolgsmeldungen allerorten

Das vergangene Jahr war nämlich auch ein Jahr der vielen glorreichen Erfolgsmeldungen zu Wirtschaft, Finanzen und Arbeitsmarkt. Schön, dass es so viele begabte politische „Hairstylisten“ gibt, die sogar statistisches Material gekonnt „frisieren“ können – zwischen finanzieller „Dauerwelle“ und gelocktem „Fachkräftemangel“.

Dabei sollen, wie einst in der DDR, sogar wieder weniger Betten hergestellt worden sein. Dazu fällt einem doch glatt ein alter „Radio Eriwan“-Witz ein… Ein Hörer an „Radio Eriwan“ 1988: „Ich habe gehört, dass bei uns nicht mehr so viele Betten hergestellt werden wie früher. Stimmt das?“ – Dazu „Radio Eriwan“: „Im Prinzip ja. Wozu auch? Die selbst ernannte Elite ist auf Rosen gebettet, die Aktivisten ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus, die Arbeiter, Bauern und Soldaten halten Friedenswacht, der Klassenfeind schläft nicht, und der Rest sitzt.“ Fast so ähnlich ist es heute wieder…

Was wird aber 2017 noch so kommen?!

Ein paar „Honks“, die sich wichtig nehmen, ohne wichtig zu sein, werden auch 2017 wieder auf „lauthals“ machen – und damit sind nicht irgendwelche Rand-Krakeeler gemeint.

Alles kommt anders

Das Gute am Ganzen ist aber: Es kommt immer alles anders, als mancher so denkt. Mit den Prognosen ist es wie mit den Frauen. Erst sind sie da, dann sind sie weg und am Ende will es wieder keiner gewesen sein.

Ãœbrigens: 2017 bitte weniger Vorurteile – gegenüber allen und alles. Schon der olle Kant meinte in puncto „Vorurteil“: „Ein Grundsatz aus subjektiven Ursachen der Sinnlichkeit, welche fälschlich für objektive Gründe des Verstandes gehalten werden.“

Der Schein trügt

Mit anderen Worten: Der Schein trügt.. Oder noch besser: Die vermeintlich Guten sind nicht immer die Besten. Mitunter sind sie sogar das Gegenteil von „gut“. Aber wer und was sind schon „gut“?!

Auf nach 2017

Also auf nach 2017! Es gilt ein unbekanntes Jahr zu entdecken, zu gestalten, zu erleben oder sogar zu erleiden. Hoffentlich kommen wir alle aus dieser Nummer gut raus. Reinkommen geht ja immer, aber wieder raus…

Na dann: Happy New Year! Und bleibt trotz allem zuversichtlich, optimistisch und auch wachsam. Wie sagte schon ein bekannter Chinese, Konfuzius: „Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwürfshügel.“

Und „Maulwürfe“ sind ja auch wieder unterwegs.

Marko Michels

Foto: Immer der gleiche „Schnee“ in der „Kiste“. Lieber abschalten und selbst recherchieren…

 

 


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