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Vorhang auf: „Eine drittrangige Unterhaltung?!“

Ein Viertel von 2017 bereits „abgehakt“

Kaum zu glauben, aber das Jahr 2017 ist fast schon wieder zu einem Viertel herum. Viel passiert ist 2017 nicht, ein bisschen Ablenkung durch die Inszenierungen „Alles hat ein Ende“ (Hauptrolle Joachim Gauck), „Mutti macht das schon“ (Hauptrolle unsere aller Merkel), „Türkisch für Anfänger“ (Hauptrolle Recep Tayyip Erdogan), „Hey, hey, Rasputin!“ (Hauptrolle Wladimir Putin) und „Der grosse Deal“ (Hauptrolle Donald Trump).

Schwarze Zeiten? Rote Zeiten!

Dazu gab es zwei meisterliche Aufführungen, an denen sich nicht nur die guten und die bösen Geister scheiden: „Schwarze Zeiten? Rote Zeiten!“ (Hauptrolle Martin Schulz) und noch besser die Doku „Wie löse ich Probleme, die ich erst selber schuf (In einer Doppelrolle wieder unsere aller Merkel).

Höchstes Niveau „Made in Germany“

Zunächst einmal wurde – nicht zuletzt dank des vorauseilenden Gehorsams, des ausgeprägten Klassenbewusstseins und der ideologischen Standfestigkeit – durch die objektiv einseitigen Sekundär-Medien eine entsprechende Bewertung der künstlerisch-politischen Leistungen vorgenommen, nachdem es bei den internen Bewertungen der einzelnen politischen Werke viel Anlass zur Kritik gab.

Fast wäre es bei der Auszeichnung des Hauptdarstellers aus „Schwarze Zeiten? Rote Zeiten!“ zu einem Eklat gekommen. Nicht nur, dass es bei der inneren, also innerparteilichen Benotung zu nie endenden Jubel-Arien kam, die man eher bei Ländern in der Nähe von Wladiwostok vermutet hätte, nein, fast hätten 120 Prozent auch noch für eine „Eins mit Bienchen“ plädiert.

Zu weit…

Das ging dann einigen doch zu weit und so einigte man sich auf „nur“ 100 Prozent. Schade. Wir leben doch in ostalgisch, Entschuldigung, nostalgischen Zeiten, da hätte sich so etwas ganz gut gemacht.

Schulz heisst inzwischen ja übersetzt: Hoffnung. Allerdings Hoffnung auf was?! Dem Abgrund wieder ein Stück näher oder ist es am Ende doch nur das übliche „Pfeifen“ im „dunklen Wald“. Oder wird es am Ende doch ein gesungenes „Brüder und Schwestern zur Sonne“ – Sonne als Metapher für „bedingungsloses Grundeinkommen“, „kostenloser Nahverkehr“, „Rente mit 35“ und eine „10 Stunden-Woche“ bei „Mindestlohn“ von „35000 Euro pro Stunde“.

Klare Rollenverteilung

Das Schöne an Ganzen ist ja, dass bei allen genannten Werken die Rollen klar verteilt sind: Merkel, Schulz und Steinmeier sind die Guten und Weitsichtigen. Putin, Erdogan, Trump sind die Bösen und Kleinkarierten.

Wir wissen, wo es lang geht bzw. Wo der Barthel den Most holt…

Wie man in der Vergangenheit ja schon oft bewies, ist die Welt am deutschen Wesen genesen. Es ging alles nur immer wieder nach hinten los, weil die schon zitierte ideologische Standfestigkeit fehlte. So gingen die Kaiser, Führer, Staatsratsvorsitzenden und Kanzler, das deutsche Volk aber blieb, wie wohl ein nicht gerade angenehmer Georgier sagen würde.

Wie gut es „uns“ geht

„Uns“ geht es ja auch wahrhaftig gut. „Uns“, den Beamten, den Angestellten im öffentlichen Dienst, in den Kirchen- bzw. in den Gewerkschaftsverwaltungen oder den Mitarbeitern in den größeren so genannten gemeinnützigen Vereinen bzw. Verbänden, den Staatsschauspielern mit dem üppigen Salär. Ãœbrigens: Da fällt mir in diesem Zusammenhang, warum wohl, ein Karten-Spruch ein „Ich fühle das Tier in mir! – Frage: Welches Tier? – Antwort: Ich glaube das Faultier!“ Warum mir das jetzt wohl im Zusammenhang mit Beamten und öffentlichen Dienst, usw. einfällt? Keine Ahnung…

Ãœbliche Sprechblaseritis

Die Diskussionen, die gerade geführt werden, sind die gleichen wie von 2013 ff. Wir haben einen „Fachkräftemangel“. Mein Gott, dann stellt doch endlich richtige Fachkräfte ein und wählt nicht immer unter dem Profil „Jung, dynamisch, gut gegelt, schön naiv und fleißig erfolglos“ aus, sondern zeigt einmal, dass – wenn es schon etwas selbst an Geist und Charakter fehlt – die oder der Gegenüber vielleicht einiges davon mitbringen. Laienspiel-Ensemble sind ja ganz nett, aber…

Der tägliche Wahnsinn in Schwerin

In Schwerin ist der täglich Wahnsinn allein in der Stadtmitte zu besichtigen. Polizeiaufgebote, die „ewige Baustelle“ am Wittenburger Berg, ständig wechselnde oder leere Geschäfte in den vier grossen Centern, extreme Defizite bei der Betreuung der Zugereisten und viele „Gebäudelücken“, anderen Stelle kleine Parkplätze errichtet werden, die nun so gar nicht die passende Kulisse des Innenstadtbereiches passen. Dazu „geschmackvoll“ gekleidete Leute, die sich anscheinend schon auf Pfingsten vorbereiten.

Eine Komödie?!

Viele Probleme, die in Schwerin, in M-V, in Deutschland und in Europa heute zu betrachten sind, wurden von denjenigen geschaffen, die diese erst herbei führten. Eine schwarze Tragikomödie, nein, schwarz-rote Tragikomödie wird uns gerade geboten. Da muss man ganz einfach dabei sein, auch wenn das Lachen eher im Halse stecken bleibt – und der HNO-Arzt, Stichwort „Patientenschwemme“, gar keine Zeit hat, das Selbige zu entfernen.

Das verschwindet ohnehin von allein, schaut man sich die Lage in Absurdistan an, in denen viele linke Sehprobleme haben, weil sie partout nicht rechts abbiegen wollen. Wobei ja heutzutage „links“ und „rechts“ auch eine Frage der Definition ist. Allerdings: Dafür gibt es ja ausgewiesene Fachleute, die das Deutungsrecht und damit „Definitionsrecht“ durchsetzen.

Wir leben wahrlich in einem schönen Land. Alles läuft wie geschmiert.

Drittklassige Unterhaltung

Wie meinten schon Waldorf und Statler in der „Muppet Show“: Waldorf: „Ich habe ja nicht geglaubt, dass ich das noch erlebe, aber jetzt haben sie tatsächlich etwas geliefert, was keine zweitrangige Unterhaltung ist!“ – Statler: „Was war das denn?“ – Waldorf: „Eine drittrangige Unterhaltung!“.

Vorhang auf, lasst die Wahl-Spiele beginnen. Die Sieger stehen schon fest. Im September gibt es die grosse Preisverleihung. Den „goldenen Martin“ oder die „goldene Angie“! Oskar ist ja bereits bei den Linken…

Marko Michels

 

 

 


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