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Vorsicht vor der Gewerbeauskunft-Zentrale

Auch Schweriner Firmen von Abzockern angeschrieben – Eintragungsformular des Internet-Branchenverzeichnisses eigentlich gerichtlich untersagt

Dieser Tage haben auch wir von ‚web-mv – regionale Onlinedienste‘ ein Anschreiben des Internet-Branchenverzeichnisses Gewerbeauskunft-Zentrale.de erhalten. Auf dem ersten Blick vermutet man dahinter ein amtliches Schreiben. Neben der berschrift „Gewerbeauskunft-Zentrale.de – Erfassung gewerblicher Eintrge“ suggeriert auch das verwalterische Erscheinungsbild (inklusive verwendetes Papier) dem flchtig Lesenden ein offizielles und serises Schreiben erhalten zu haben. Auf dem zweiten Blick erkennt man jedoch, dass es sich hierbei um Werbung eines Internet-Branchenverzeichnisses handelt.

Aber es ist nicht schlicht Werbung, sondern Abzocke. Denn sendet man das Formular ausgefllt an den Absender zurck, bekommt man nicht nur einen Eintag bei dem Anbieter, nein, man verpflichtet sich zu einer Zahlung von 569,06 Europro Jahr. 569,06 Euro fr die Listung von Name, Adresse, Telefon, E-Mail-Adresse und Verlinkung!? Wucher und Abzocke.

Und die Dsseldorfer Firma ist kein unbeschriebenes Blatt. Etliche Verbraucherzentralen, Foren und Medien warnen vor der GmbH sowie deren Geschftsfhrer Sebastian Cyperski. Im April des letzten Jahres urteilte gar das Dsseldorfer Oberlandesgericht, dass die Gewerbeauskunft-Zentrale gegen das wettbewerbsrechtliche Verschleierungs- und Irrefhrungsverbot (- 3 und 4 UWG) verstt. Daraus erging ein Verbot, die bisher genutzten Vertragsformulare weiter zu versenden.

Halten tun sich die Urheber jedoch nicht an die Verurteilung. Ob Verbot oder nicht, allen Empfngern solcher Post sei nur audrcklich geraten, darauf nicht zu reagieren. Am besten umgehend in den Altpapiercontainer damit!!!

Patrick Dettmann


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