Skip to main content

Offene Rechnungen – Fortsetzung

Habe ich bisher nicht auf die Rechnung und Mahnungen reagiert, konnte ich es mir heute doch nicht mehr verkneifen. So schrieb ich dem Herrn aus Eutin eine eMail zurck:

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

ich kann es mir heute nicht verkneifen, Ihnen zu antworten.
So habe ich die vergangenen schriftlichen Mitteilungen eher als interessante Abwechslung in meiner Post empfunden.
Ihnen bleibt es natrlich frei, Ihre Anwlte zu beschftigen. Fr mich ist dann aber interessant, welche Grnde Ihre Anwlte anbringen, die mich dazu bringen sollten, Ihnen etwas zu bezahlen.

Mit freundlichen Gren
Thomas Schiller

Seine Antwort kam nur eine Stunde spter. Kurz und knapp schrieb er:

.. haben Sie schon einmal etwas vom Urheberrecht gehrt?
Mit – durchaus nicht – freundlichen Gren
XXXXXXX

Darauf hin fragte ich etwas genauer nach:

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

von Urheberrecht habe ich schon etwas gehrt. Nur in welchen Zusammenhang das Urheberrecht mit Ihnen steht, ist mir unklar.
Wo soll ich wann was von Ihnen verffentlicht haben? Und stand bei der betreffenden Pressemitteilung, das sie kostenpflichtig ist?
Mit freundlichen Gren
Thomas Schiller

Die Antwort kam diesmal nach 15 Minuten noch schneller. Die Frage wo, wann und was ich von ihm verffentlicht haben soll, lies er allerdings unbeantwortet.

Sehr geehrter Herr Schiller,
es gibt leider hinlnglich Schlitzohren, die glauben, das Internet sei ein rechtsfreier Raum. Offenbar zhlen Sie auch dazu.
Wir haben Sie vor Beginn unserer „Zusammenarbeit“ darauf hingewiesen, dass wir fr unsere Beitrge Honorar erwarten, soweit Sie dazu in der Lage sind. Da Ihr Internet-Portal viel Werbung verffentlicht, drfen Sie dazu sehr wohl in der Lage sein. Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir keine „Pressemitteilungen“ versenden, sondern redaktionelle Qualittsbeitrge. Ein honoriger Internetpublizist weist darauf hin, wenn er nicht zahlen kann.
Im brigen weisen wir darauf hin, dass die Verletzung des Urheberrechts strafbar ist. Dass die Verffent lichung geistigen Eigentums kraft Gesetzes honorarpflichtig ist, muss Ihnen offenbar ausdrcklich gesag werden. Es gehrt schon ein gehriges Ma an Unverfroenheit dazu, sich ber Monate hinweg Rechnungen und Mahnungen senden zu lassen und erst jetzt bauernschlau zu reagieren.
Natrlich knnen wir Ihnen unter diesen Umstnden nicht weiter zuarbeiten – jeder schadet sich eben, so gut er kann.
Mit kollegialer Hochachtung
XXXXXXX

Um die Sache hoffentlich etwas abzukrzen, denn mich interessiert immernoch wo ich die Artikel verffentlicht haben soll, werde ich in meiner Antwort etwas deutlicher.

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

ich bin also ein Schlitzohr. Interessant.
Sie haben darauf hingewiesen, das Sie Honorar erwarten, wo steht dies in Ihren Zusendungen? Auer eine Postfach-Adresse ist dort nichts zu finden. Von welcher „Zusammenarbeit“ sprechen Sie? Habe ich Sie jemals gebeten, fr Schwerin-NEWS.de Artikel zu schreiben?
Und was haben Ihre Qualittsbeitrge mit Schwerin zu tun und wo sind sie auf Schwerin-NEWS.de zu finden?
Es geht im brigen nicht um das zahlen knnen sondern um das zahlen wollen.
Verraten Sie mir einen Grund, warum ich fr eine Leistung, die ich gar nicht in Anspruch nehme, ein Honorar bezahlen sollte?
Auf Ihre nicht gewnschte Zuarbeit kann ich gerne verzichten, so wird wenigstens mein Spamfilter entlastet.
Und bevor Sie weitere Rechnungen und auch eMails versenden, sollten vielleicht auch mal Ihre Anwlte einen Blick darauf werfen.
Wenn Sie der Meinung sind, das ich in Ihrem Fall gegen das Urheberrecht verstoen habe, dann knnen Sie gerne Ihre Anwlte die Angelegenheit erledigen lassen. Damit es Ihre Anwlte auch nicht so schwer haben, ist meine Adresse, wie brigens gesetzlich vorgeschrieben, in dieser eMail angefgt. Aber vielleicht weisen Ihre Anwlte ja darauf hin, das es sich um ein Bumerang handeln knnte.
Mit freundlichen Gren
Thomas Schiller

Mal schauen, wie die nchste Antwort ausfallen wird, aber ich muss nun erstmal zu einen Termin.


Durch meine vielen „Gaunereien“ habe ich ganz vergessen, die weiteren eMails einzustellen, die ich mit dem Herrn aus Eutin ausgetauscht habe.

Sehr geehrter Herr Schiller,
wenn Sie denn „nur“ ein Schlitzohr wren. Leider tummeln sich ja Gauner wie Sie im Internet massenhaft.
Jetzt versuchen Sie sich darauf hinaus zu reden, nichts verffentlicht zu haben. Ja, Sie behaupten sogar, unsere Anschrift sei auf den Spamfilter geschaltet. Was ja wohl nicht stimmen kann, sonst wren diese Miteilungen an Sie nicht angekommen.
Wir werden jedenfalls dafr sorgen, dass sich fr Ihre Machenschaften der Staatsanwalt interssidert. Und was die Pflichtangaben auf Mails angeht: Das betrifft nur handelsregisterlich eingetzragene Firmen.
Aber unsere Beitrge sind ordnungsgem gekennzeichnet – oder wollen Sie behaupten, eine Postfachanschrif reiche nciht aus?
Nicht einmal mehr mit kolleigaler Hochachtung

XXXXXXX

-

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

bevor Sie mich Gauner nennen, sollten Sie vielleicht nachdenken. Auch Ihre Einschchterungsversuche werden erfolglos bleiben, denn Ihre Drohung mit der Staatsanwaltschaft sehe ich mit Gelassenheit entgegen.
Um es nochmal deutlich zu sagen. Ich habe von Ihnen nie Artikel gewnscht noch verwendet und werde es auch in Zukunft nicht tun.
Ich gebe Ihnen allerdings nochmals die Mglichkeit, mir darzulegen, wann was und wo ich Artikel verwendet haben soll. Der Staatsanwalt mchte dies sicher auch wissen.
Noch ist Ihre eMail nicht als SPAM deklariert, die Artikel-eMails werden es allerdings, so das weitere unerwnschte Zusendungen von nicht angeforderten Qualittsbeitrgen im SPAM-Ordner landen. Im brigen kann man bei Bedarf auch eMails im SPAM-Ordner lesen.

Mit freundlichen Gren
Thomas Schiller

-

Sehr geehrter Herr Schiller,
Ihr jetziges Vorbringen, Sie htten Beitrge weder eingestellt noch sonstwie verwendet, kommt auf jeden Fall zu spt und ist durchaus unglaubwrdig. Auerdem haben Sie das erst im Verlaufe des heutigen Mailverkehrs behauptet. Zu Anfang klang es anders.
Jedenfalls werden wir Strafanzeige wegen Verletzung des Urheberrechts stellen. Dann knnen Sie Ihre Erklrungen dem Staatsanwalt geben
Mit kollegialer Hochachtung

XXXXXXX

-

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

natrlich knnen Sie gerne Strafanzeige stellen und sich lcherlich machen. Ich bin gespannt, wie der Staatsanwalt und der Richter auf Ihren Betrugsversuch reagieren wird.
Ich gehe davon aus, das Sie auch entsprechende Beweise vorlegen knnen, die eindeutig beweisen, das ich Ihre Inhalte widerrechtlich verwendet habe.
Was mich wundert, das Sie in den bisherigen Mails niemals auf meine Frage reagiert haben, wo ich denn Ihre Qualittsbeitrge verffentlicht haben soll.
Schwerin-NEWS.de hat brigens ein Archiv, wo alle bisher auf Schwerin-NEWS.de verffentlichten Artikel zu finden sind. Einfach oben links die Suche nutzen.

Mit freundlichen Gren
Thomas Schiller

-

Auf meine letzte Mail habe ich keine Antwort erhalten. Ich bin gespannt, ob jetzt demnchst Post von der Staatsanwaltschaft kommt, oder ob der Herr aus Eutin vielleicht dochmal seine Aufzeichnungen kontrolliert und dabei feststellt, das Schwerin-NEWS.de seine Qualittsbeitrge wirklich nicht verwendet hat und die Rechnungen, Mahnungen und auch dieser eMail-Verkehr vllig berflssig waren.


Ähnliche Beiträge