Skip to main content

Zwischen Meinungen und Meldungen

Alles easy

Die Welt ist eine „Scheibe“, ein „Lokus“ oder „Globus“ oder was auch immer. Sie dreht sich und irgendwann halt nicht mehr. Dann ist nämlich das Ende oder die nächste (Zeitungs-)Ente in Sicht… Foto: M.M.

Das Gegenteil von „gut“ ist eben nicht „schlecht“, sondern „gut gemeint“. Nun gibt es schon seit geraumer Zeit in Deutschland, in M-V und in Schwerin Diskussionen darüber, ob es überhaupt noch eine Meinungsvielfalt gibt. Selbstverständlich gibt es die!

Auf Einfalt gebaut?!

Nur man sollte dabei nicht auf die „eingefahrenen“ Medien hierzulande bauen, die es schon seit ein paar Jahrzehnten gibt, denn die lassen in der Tat in puncto Meinungsvielfalt zu wünschen übrig. Wer sich wirklich über die Welt mit ihren mehr als 200 Staaten und staatsähnlichen Gebilden informieren möchte, wird es dort jedenfalls nicht.

Schon gar nicht umfassend. Mittels qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse wird es zudem überaus deutlich. Weniger Meinung bzw. Kommentar und mehr objektive Berichterstattung wären eigentlich angebracht.

Aber alles nur halb so schlimm. Die Welt ist groß. Es gibt unendlich viele gute Medien jenseits der deutschen Grenzen, auf die man – dem Internet sei Dank – mühelos zurückgreifen kann. Wozu sich über hiesige Medien aufregen, wo es doch woanders erheblich bessere gibt, die man lesen kann – sofern des Lesens mächtig. Gute Kenntnisse in einigen Fremdsprachen sind außerdem hilfreich. Bloß nicht stets emotionalisieren lassen, nicht über „jedes mediale Stöckchen“ springen, das dem gemeinen Bürger hingehalten wird. Also: Nicht provozieren lassen! Frau oder Herr von Horch und Guck hätte das nämlich gern so. SIE oder ER will den „gläsernen Menschen“, alles genau wissen, was in diesem vorgeht…

Der „Wahrheit“ verpflichtet

Es gibt keine objektive Wahrheit, sich dieser aber zu nähern, sollte journalistische Pflicht sein.

Sonst kann man sich gleich die „alten Zeiten“ des berühmten „Senders Jerewan“ zurückwünschen. … Anfrage an den berühmten Radio-Sender aus dem Jahr 1987: „Stimmt es, wie vom `Roten Tagesblatt` gemeldet, dass dem Genossen Parteisekretär Pawel Ratschkow auf dem Roten Platz ein gelber Tschaika überreicht worden ist?“ – Antwort des Senders: „Im Prinzip ja. Nur handelte es sich nicht um den Genossen Parteisekretär , sondern um einen Arbeiter gleichen Namens. Und es geschah nicht in Moskau, sondern in Leningrad. Es war auch kein gelber Tschaika, sondern ein blaues Fahrrad, und es wurde ihm nicht überreicht, sondern gestohlen. Aber der Rest stimmt!“.

In diesem Sinne: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Alles easy! Immer weiter so… Es läuft.

Marko Michels


Ähnliche Beiträge