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Zwischen Helene Fischer und Los Angeles

Gedanken zum 5.August

In wessen Händen ist „die Welt“?! Peter Ueberroth, kalifornischer Politiker, Unternehmer, früherer Präsident des US-NOK und Organisator der Olympischen Spiele 1984 in L.A. meinte einst: „Niemand müßte hungern, wenn es politisch gewollt wäre!“ Warum ist es aber nicht gewollt… Die Antwort ist eigentlich klar! Foto: M.M.

Erst gab es den Helene-Hype. Jetzt sollen ihre Beliebtheitswerte angeblich fallen. Die Mainstream-Presse spinnt wieder einmal…  Es geht um unsere aller Helene (Fischer), die schon Schwerin rockte und das Rostocker Ostsee-Stadion musikalisch stürmte.

Dreieinhalb Jahrzehnte H.F.

Ja, das anmutige Allround-Talent, das sogar extrem sportiv ist, denkt man nur an die akrobatischen und tänzerischen Qualitäten der achtzehnjährigen plus 17 Jahre jungen Helene F., dann weiß man – das ist auch ein Fall für MV-SPORT… Zumal unsere Helene auch so „vorzüglich“ mit den fußballsportlichen WM-Enthusiasten vor dem Brandenburger Tor trällerte. Das ist zwar auch schon wieder fünf Jahre her, aber schöne Erinnerungen verblassen nicht.

So jagt der gemeine Bürger dank Helene atemlos durch die Nacht, hat dabei seine Herzbeben, um dann ganz philosophisch erkennen zu können, dass „Jeder eine Insel braucht“. Gerade im deutschen Sommer 2019 ist fast jeder klimatechnisch und politisch eh reif für Selbige.

Blick auf den 5.August 1984 und die Folgen

Am 5.August 1984 wurde Helene Fischer im russischen Krasnojarsk geboren, um mehr als zwanzig Jahre später zwischen Ostsee und Bayrischem Wald so richtig durchzustarten. Helene Fischer ist also das beste Beispiel dafür, wie deutsch-russische Freundschaft aussehen könnte. So hatten sich das nicht einmal die leidenschaftlichsten Mitglieder der DSF (der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft) vor mehr als 30 Jahren in ihren kühnsten Träumen ausgemalt.

Was war damals eigentlich?

Tja, ein freudiger Tag dieser 5.August 1984 für die Sing-Sang-Welt; für die halbe Sportwelt waren es damals zudem begeisternde Sporttage im August 1984… Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles lief Edwin Moses (USA)  – nach Montreal 1976 – zu seinem zweiten 400 Meter Hürden-Gold in 47,75 Sekunden. In Moskau 1980  durfte er wegen des Westblock-Boykottes nicht starten.

Evelyn Ashford (USA) gelang Gold über die 100 Meter in 10,97 Sekunden. Der finnische Ruderer Pertti Karppinen wurde zum dritten Mal – nach Montreal 1976 und Moskau 1980 – die Nummer eins im Einer. Sein Landsmann Arto Härkönen holte Gold mit 86,76 Meter im Speerwerfen.

Der Schwimmer Michael Groß konnte sich über zweimal Gold freuen, über 200 Meter Freistil und 100 Meter Butterfly. Dem Amerikaner Greg Louganis gelang ein Doppel-Triumph im Wasserspringen. Und im olympischen Fußball-Turnier spielten genau am 5.August Italien gegen Chile (1:0 nach Verlängerung) und Frankreich, der spätere Olympiasieger, 2:0 gegen Ägypten… Es war ein durchaus angenehmes Sportfest – mit dem charismatischen Chef-Organisator Peter Ueberroth an der Spitze, der einmal treffend formulierte: „Niemand brauchte auf der Welt zu hungern, wenn es politisch gewollt wäre!“ … Ein Satz, der „Bände spricht“!! – Von derzeitigen deutschen Staatsoberhäuptern ist so etwas natürlich nicht zu vernehmen.

Was war mit den anderen „50 Prozent“…

Tja, nur „die halbe“ Sportwelt durfte Olympia 1984 genießen. Wie schon 1976 in Montreal („Afrika-Boykott“), 1980 in Moskau („Westblock-Boykott“) folgte 1984 in Los Angeles („Ostblock-Boykott“) der nächste extreme politische Mißbrauch der Spiele – davon, und durch die Gier, den Narzissmus und die flächendeckende Betrügereien in Ost sowie West, hat sich der olympische Sport bis zum heutigen Tag nicht erholt – im Gegenteil…

1984 in Los Angeles wurden viele Sportlerinnen und Sportler auch aus M-V, speziell aus Rostock, Schwerin und Neubrandenburg, um ihre olympischen Chancen  gebracht, nur weil politische Apparatschiki ihre Dummheit, Borniertheit  und Machtgeilheit ausleben wollten. Die Werte des Sportes wurden wieder einmal mit Füßen getreten…

Nichts dazu gelernt

Leider haben die Menschen seitdem nicht viel dazu gelernt, schaut man auf Afghanistan, den Irak, den Süd-Sudan, Venezuela, den Nahen Osten, Syrien, Nordkorea, Nordafrika und und und

Eine bessere Welt…

Eigentlich könnte die Welt eine bessere sein, müsste niemand seine Heimat verlassen und gar hungern. Leider gibt es noch immer viel zu viele dumme und charakterlose Leute, die  noch dümmer und charakterloser handeln, als sie eh schon aussehen  – insbesondere in Deutschland. Da ist Speichellecken zurzeit „en vogue“.

Sport und Musik können hingegen positive Emotionen entfachen, Menschen verbinden, gegenseitigen Respekt bewirken, Toleranz begründen oder echtes Miteinander initiieren…

Also los, Helene, übernehmen Sie!

Marko Michels

 


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