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Zu kleiner Planet, zu viel Gier und zu viel Dummheit

Blick „nach vorn“

Die Erde ist keine Scheibe. Letzteres haben nur einige Zeitgenossen… (Objekt aus dem Historisch-Technischen Museum in Peenemünde) M.M.

„Unser Planet ist nicht groß genug, als dass der Mensch ihn nicht kleinkriegen könnte mit seiner Profitgier…“, meinte der erste deutsche Raumfahrer, Sigmund Jähn, vor Jahresfrist gegenüber einem deutschen Nachrichtenmagazin.

Der integre und charismatische Forscher und Ingenieur flog mit der Sojus-31 vom 26.August 1978 bis 3.September 1978 ins All, widmete sich dort wichtigen wissenschaftlich-technischen Experimenten. Die gleichen Medien, die Sigmund Jähn, der im Alter von 82 Jahren am 21.September 2019 überraschend starb, große Schlagzeilen widmen, verunglimpften ihn seinerzeit als „Mitflieger“, als Weltraum-Touristen in der unseligen „Russen-Rakete“.

Nichts geändert

So ändern sich die Zeiten. Oder doch nicht. An ihrer Feindseligkeit gegenüber DEN Russen haben diese Medien nämlich nichts eingebüßt. Für diese gibt es nach wie vor „schwarz“ und „weiß“. Dabei war Sigmund Jähn jemand, der auch Brücken zwischen Ost und West aufbaute, der die Mentalität, die Lebensart der Russen mochte. Etwas, was er auch gegenüber einer Berliner Wochenzeitschrift, ebenfalls 2018, zum Ausdruck brachte: „Die Geschichte hat doch mehr als einmal eindrücklich gezeigt: Wer zu den Russen auf Distanz geht, ist auf dem falschen Dampfer…“

Deutsche Lehrmeister oder Leermeister

Auf dem falschen Dampfer sind einige deutsche Medien, Politiker und Aktivisten jedoch nicht nur in puncto der deutschen Haltung gegenüber Russland. Fast überall spielen sich die Deutschen wieder einmal als „Lehrmeister“ auf – sei es in der Bildungs-, der Flüchtlings-, der Klima-, Wirtschafts- oder Sozial-Politik. Am deutschen Wesen, an den Vorstellungen bzw. Zielen von Frau Merkel, der SPD und den Grünen, soll plötzlich die Welt genesen. Ja, das Klima ändert sich. Ja, es ist besorgniserregend. Und: Nein. Nur ein kleiner Teil davon ist „menschengemacht“. Dass der Planet ohne die Spezies Mensch besser dran wäre, ist allerdings unbestritten. Was auch durchaus dem Klima zu einem Teil gut täte. Für alle anderen Lebewesen wäre es ungleich ein Segen!

Ewige Gier und Profitsucht

Es ist, auch in puncto Bildung bzw. Ausbildung, „fünf vor zwölf“ in Deutschland, MV und Schwerin. Jedenfalls nach MESZ… Aber wie „heißt“ das noch? Ach ja, ein dummes Volk kann man leichter regieren, frau/man muß nur halb so dumm sein, wie „der Rest“! M.M.

Wer hat denn das „ewige Fortschrittsdenken“, dieses stetige „Immer-Mehr“, die Gier nach immer größeren Profit und nach immer mehr Wachstum fast zu einem biblischen Glaubensgrundsatz auserkoren, der um jeden Preis zu erfüllen ist?! Genau. Der real existierende Kapitalismus, der vor elf Jahren, an der selbst verursachten „Finanzkrise“, fast zugrunde ging, Millionen Menschen weltweit in Armut und Kriege riss.

Der scheindemokratische Westen agierte ohnehin jeher doppelzüngig. Verbündete, ob das Pinochet-Regime in Chile, das Apartheid-Regime in Südafrika, das Regime von Idi Amin in Uganda oder die Franco-Diktatur in Spanien wurden von den „westlichen Demokratien“ mehr oder minder offen unterstützt, weil diese ja „Bollwerke“ gegen den Kommunismus waren. Da spielen Tausende Tote natürlich keine Rolle. Der politische Zweck heiligt die Mittel.

Keinen Deut besser

Natürlich war der Ostblock keinen Deut besser. Man denke nur an die Diktaturen von Ceausescu in Rumänien, von Zedenbal in der Mongolei, von Kim Il Sung in Nordkorea, von Husak in der Tschechoslowakei, Mengistu Haile Mariam in Äthiopien oder von Schiwkow in Bulgarien. In den beiden Deutschländern kamen die Nazis von einst wieder nach oben, wechselten die politischen Farben und setzten ihre Doppelzüngigkeiten, ihre Doppelmoral fort. Mehr demokratischer Schein als Sein… So blieb es bis zum heutigen Tag

Deutsche Hysterie auf allen Gebieten

Achtung! Achtung! Spielplanänderung im Schweriner Schloss. Es läuft nunmehr das Stück „Wir schaffen das – auch in M-V“. Bei freiem Eintritt darf der gemeine Bürger zusehen, wie allerdings er geschafft wird… M.M.

Natürlich avancierte im Land der Nazis der verschiedenen Farben auch die Klima-Debatte zur Klima-Hysterie. Veganer und Fahrradfahrer sind dabei keineswegs Klima-Vorkämpfer. Im Gegenteil. Gerade die Radfahrer sollten sich lieber in Stillschweigen üben, denn auch bei der Herstellung von Fahrädern wird das Klima geschädigt, ebenso wie durch den Bau von Booten. Auch die Herstellung von Klamotten ist umweltschädigend. Am besten man spaziert im Eva- oder Adam-Kostüm, isst nur sporadisch und geht zu Fuß… Noch besser: Der Mensch schafft sich – wie bereits erwähnt – gänzlich ab!

Keine Änderung in Sicht

Es ist nicht anzunehmen, dass sich das gegenwärtige Deutschland, ein Sammelbecken von Extremisten aller Himmelsrichtungen, von Hysterikern, Schönrednern und Selbstdarstellern, ob in Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur, in absehbarer Zeit ändern wird.

Rückzug der Freidenker

Wer noch Restbestände von eigenem Denkvermögen besitzt, zieht sich entweder in private Nischen zurück und verlässt gleich das heutige Deutschland und legt dessen Staatsbürgerschaft ab. Zwischen Kap Arkona und Bayrischem Wald darf man heute alles zeigen – und sei es die blanke Sitzfläche – nur eines nicht: Eigeninitiative. Eine eigene Meinung, die begründbar und argumentativ untermauert ist, wird überhaupt nicht gern gesehen. Die Welt muss so definiert und gestaltet werden, wie diese die schwarz-rot-grüne Einheitspartei sieht. Abweichen unerwünscht!

Kein „Wende“-Jubel

Sekt oder Soder Selters oder gleich „ins Trockendock“?! Foto: M.M.

Lang geht so etwas nicht gut. Die deutsche Geschichte ist reich an derartigem Realitätsverlust und Fundamentalismus. Der 30.Jahrestag der „Wende“ und dann der „Vereinigung“ ist alles andere als ein Grund der Freude im Angesicht des Zustandes des heutigen deutsche Staatswesens.

Wie meinte einst der kleine SED-Genosse Krüger zum großen SED-Genossen Krause irgendwo in der DDR im Mai 1989: „Du, Genosse Krause, eines verstehe ich nicht. Es heißt doch, der Kapitalismus sei ein Auto, das dem Abgrund rasend entgegen strebt! Warum sollen wir den Kapitalismus dann noch überholen?!“

… Das realsozialistische Auto ist bekanntermaßen bereits über den Abgrund „geschossen“. Das realkapitalistische Auto ist vom nächstfolgenden Abgrund auch nicht mehr weit entfernt!

Ende gut, alles gut?!

Übrigens: Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht. Sondern gut gemeint… Mal darüber nachdenken!

Marko Michels


 

… Das passende Lied zum menschlichen Größenwahn sang der unvergessene Bruce Low in seiner „Legende von Babylon“ bereits 1978 ( youtube.com/watch?v=5qLzMhKjTbQ – In die Suchmaschine des eigenen Vertrauens eingeben! ) …


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