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Wir schaffen das!

Laßt die Welt aus den Fugen geraten…

Wie schön ist doch Schwerin. So ruhig. So anmutig. So herzallerliebst… Wären da nicht die Straßen! M.M.

Sind denn plötzlich alle verrückt geworden? Oder nur raffig oder gar raffgierig? Ein ehemals führender Politiker der SPD in M-V, bei der das „S“ einst für „Sozialdemokratisch“ stand (Reifere Bürger werden sich vielleicht daran noch erinnern!), der plötzlich statt mit 12500 Euro Grundgehalt (plus x) nun mit läppischen knapp 8000 Euro (plus x) auskommen muß, weil er einen ohnehin temporär begrenzten Posten früher als erwartet aufgeben mußte, will dafür einen Ausgleich! Der Ärmste…

Mehr Geld von den gemeinen Bürgern

Einen Ausgleich für mehr oder minder sinnfreie Straßenbauten verlangt hingegen – nicht allein in Merkels Deutschland – die Stadt Schwerin von ihren „solventen“ Bürgerinnen und Bürgern. Was da für Gelsummen von Anliegern verlangt werden… Unglaublich. Da würde selbst der arme SPD-Politiker/-Jurist ins Straucheln geraten. Jetzt straucheln, nein, gehen, die Betroffenen auf die Straße. Nicht etwa, um diese selbst zu pflastern, sondern um ihren Unmut kundzutun. Da bahnt sich etwas an.

Es ist wohl so, dass man sich anscheinend vor einem Hausbau oder Hauserwerb in Deutschland erst einmal absichern sollte, dass die Straße davor und dahinter bereits saniert wurde. Falls nicht muß ein mindestens fünfstelligen Geldbetrag, „den natürlich jede/jeder hat“, zur Seite gelegt werden. Noch besser ist es, ein Haus ohne Straßenanbindung zu wählen oder gleich den Sand in den Kopf zu stecken.

Wo ist Vorpommern?

Zur Seite gelegt wurde hingegen Vorpommern jahrelang kopflos – von SPD und CDU oder umgekehrt. Da mußte erst die „Alternative für Deutschland“ bei der Landtagswahl 2016  in diesem Landstrich spektakuläre Prozente einfahren, damit die SPDler und CDUler im Schweriner Schloss endlich aufwachten. Und siehe da, sie simulierten ihr Erwachen. „Ein Staatssekretär für Vorpommern“ wurde installiert, Landesminister fuhren öfter als sonst, also mehr als gar nicht im Jahr, in die vorpommersche Steppe, um Bürgern die Hände zu schütteln, mit ihnen Kaffee oder Muckefuck zu trinken und so zu tun, als ginge ihnen Vorpommern nicht doch „am A…“ vorbei…

Neue Räte-Republik

Als „Tüpfelchen auf dem i“, also des politisch simulierten Vorpommern-Interesses, wurde nun auch noch ein Vorpommern-Rat gebildet – statt „Vorpommerscher Räte-Republik“ eben „die Steppe der Ratlosen“. Wie heißt es doch so schön: „Und wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man einen Arbeitskreis!“. Dort kann man dann die vorpommerschen Probleme glänzend verwalten, gelöst werden diese eh nicht.

Probleme über Probleme

Aber die Welt gerät eh aus den Fugen: Trump gegen Putin, Trump gegen China, Merkel gegen die CDU, die SPD mit Merkel, Trump auch gegen Merkel, der Westen gegen den Osten – auf der Strecke bleiben nur die Völker. Hauptsache eine extremistische Minderheit – und das sind nicht vermeintliche Nazis oder Kommunisten – kann sich ungeniert die Taschen füllen.

Wie schön ist es doch, in einer simulierten Demokratie zu leben. Man muß nur so tun – frei nach Walter U. – als ginge alles demokratisch zu. Hauptsache die „Erwählten, der sich selbst Auserwählten“ können die Schalthebel der Macht weiter ungeniert bedienen.

Wir schaffen das! Sicher doch… Bis zum nächsten „Wende-Manöver“!

Marko Michels


PS (12.4.18): Es ist schon bezeichnend, wenn führende SPD-Politiker in M-V argumentieren, dass Herrn Frenzel ein „Zuschlag“ gesetzlich zustehe. Ihm steht gar nichts zu! Es gab einmal einen herausragenden Juristen der SPD, Prof. Dr. Gustav Radbruch, der entwickelte – vor dem Hintergrund der NS- und aufkommender kommunistischer Regime – seine berühmt gewordene Erwägung, der „gemäß an die Stelle eines gesetzlichen Unrechts das übergesetzliche Recht treten solle, wenn zwischen dem positiven, vom Staate gesetzten Recht einerseits, Gerechtigkeit und Menschenwürde andererseits ein unerträglicher Widerspruch auftritt.“.

Das bedeutet, Gesetze, die den Bezug zu jeglicher Lebensrealität verloren haben, ungerecht bzw. anmaßend sind, ungültig seien. Letztendlich wurden diese Gesetze nicht von Gott erschaffen, sondern von mitunter selbstsüchtigen Menschen.

Last but not least: Wie meinte einmal der russisch-deutsche Schriftsteller Wladimir Lindenberg treffend: „Wir sind alle nur Gäste in dieser Welt. Lernt man sich im Leben als Gast zu fühlen, so benimmt man sich danach. Man wird freundlicher und dankbarer, zuvorkommender und rücksichtsvoller und man lernt zu wissen, dass einem nichts wirklich gehört.“

M.M.


PPS (13.4.18): Nun machte Herr Frenzel einen Rückzieher und verzichtet auf etwaige Zulagen. Seine Begründung spricht Bände – von Einsicht keine Spur. Der Schaden für das Ansehen von Politik und Justiz wird nachhaltig sein. Was zudem anzumerkeln wäre: Es ist leider kein Einzelfall und betrifft nicht nur die SPD… – Wo entwickelst Du Dich – bei diesen politischen Eliten – hin, Deutschland!

M.M.


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