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„Wer wirklich gelitten hat, lebt nicht von großen Sprüchen!“

Bald „Ende im Gelände“?!

Blick auf den Pfaffenteich. Ganz ruhig und tiefenentspannt… Foto: M.M.

Es wird in den nächsten Monaten ziemlich verlogen zugehen. Politiker fast aller Colours werden sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, sich untereinander gratulieren und sich selbst ganz, ganz toll finden. Es wird deutschlandweit nämlich Trubel, Jubel und Heiterkeit ausbrechen. Das Programm lautet „Mit neuen Zielen dem 30.Jahrestag der deutschen Verschmelzung“ entgegen. Oder heißt es „Einschmelzung“. Aber bei so viel Schmalz werden sogar die Ohren taub.

Widerstand geleistet?!

Jede Menge selbst ernannter Widerstandskämpfer und Bürgerrechtler werden die TV-Mikrofone, die Zeitungsspalten und Radio-Lautsprecher entern, um sich selbst und ihre glorreichen Kämpfe für Freiheit und Vaterland zelebrieren.

Dass viele von denen eher die „goldenen Wendehälse“ verdient hätten. Gemach. Frau/man kann ja – glücklicherweise –  das deutsche Fernsehen ausstellen, die altbekannten Printmedien abbestellen (sofern nicht längst geschehen) und sich dem zuwenden, was frau/man am besten tun sollte: Selbst nachdenken, sich eine eigene Meinung bilden, eigene Erfahrungen reflektieren. Fernab aller deutschen Lemminge.

Ein weiser Mann

Vor Jahren sprach ein alter Sozialdemokrat, der kurz nach der so genannten „Wende“ schnell mit seiner Partei brach, viele Jahre erst bei den braunen Nazis, dann bei den roten Nazis aufgrund seines Aufbegehrens inhaftiert und misshandelt wurde, aufrechte Worte: „Wer wirklich gelitten hat, lebt nicht von großen Sprüchen!“. Dieser beeindruckende Mann merkte schnell, dass seine alte Partei, nicht mehr das war, was sie vorgab zu sein. Sozial. Mitmenschlich. Den Menschen zugewandt. Er trennte sich von ihr.

Neue Wege

Viele Wege führen ins Nirwana. Wie hier in Schwerin-Krebsförden. Foto: M.M.

Mitunter sollte frau/man ohnehin neue Wege beschreiten, wenn die alten ausgetreten sind. Wie heißt es so schön: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steige ab und nimm ein neues.“ Oder gehe zu Fuß.

Nicht viel geändert

Inzwischen wird wohl jede/jeder gemerkt haben, dass  sich so viel seit dem Ende des real existierenden Sozialismus nicht geändert hat. Statistiken werden frisiert. Gedopt sowieso. Kriege und Konflikte  gibt es mehr als noch vor dem Ende des „Kommunismus“.

Es wird bespitzelt, diffamiert und gemobbt auf Teufel komm raus. Dazu sind heute nicht einmal mehr bezahlte Spitzel nötig, dass macht die Mehrheit ganz begeistert freiwillig, lässt sich zudem willenlos selbst ausspionieren. Ein Mix aus purer Blödheit und Ignoranz.

Unsere Medien und ihre Büchsenspanner manipulieren und emotionalisieren vortrefflich. Fast alle rücken nach links und wundern sich, wenn der Kahn über die linke Seite zu kentern droht. Da mögen andere „Kähne“ zwar mahnen, dass wir – zumindest der eine Teil der Bevölkerung – „mehr Eier benötigen“, aber es hört ja keiner mehr zu. Und die „Hühner“ legen sowieso ganz schlecht.

Gut und böse

Wie zu alten Zeiten wird in einem „Schwarz-Weiß-Schema“ gedacht. Trump, Putin, die Chinesen, Boris Johnson sind alle böse. Frau Merkel und ihre Fans sind natürlich auf der Seite des Guten.

Dass irgendwann – es wird noch etwas dauern – eh Schluss ist mit „lustig“, wissen viele. Ende im Gelände. Der Tag des Jüngsten Gerichts. Und damit sind nicht die Angebote in der Suppenküche gemeint.

Nächste Sintflut in Sicht

Wässrige Zeiten – auch am Schweriner Schloss. Foto: M.M.

Wie sang schon – der in diesem BLOG bereits an anderer Stelle zitierte Bruce Low – 1971 in seinem Noah-Titel:  … „Der Herr sah hinab und sprach: `Es ist zu dumm! Ich schuf die Menschen, doch ich weiß nicht mehr warum. Seit dem ersten Tag gibt es Kriege nur und Mord: Ich schick ein bisschen Wasser und ich spül sie alle fort.´“… So oder so ähnlich wie es auch das nächste Mal sein. Nur eine Arche wird es nicht mehr geben.

Erinnerung an die End-Achtziger

Ein alter DDR-Witz von 1987 erinnert daran, was auf „uns“ zukommen könnte:

„Der liebe Gott bestellt Michail Gorbatschow, seinerzeit Generalsekretär der KPdSU, Ronald Reagan, damals US-Präsident, und Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender der DDR, zu sich, um ihnen etwas zu eröffnen – nämlich, dass die Welt in sieben Tagen untergeht.

Gorbatschow kehrt deprimiert nach Moskau zurück und teilt seinem Volk mit: `Ich habe zwei schlechte Nachrichten… Den so genannten lieben Gott gibt es wirklich. Und: In einer Woche geht die ruhmreiche Sowjetunion und mit ihr der Rest der Welt unter!` – Auch Reagan reist resigniert nach Washington zurück und informiert das amerikanische Volk. `Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zunächst: Gott hat zu mir gesprochen. Allerdings: Das großartigste Land, die USA, und der Rest der Welt gehen in sieben Tagen unter!`

– Ganz anders Honecker. Der fliegt quietsch-vergnügt zurück nach Ostberlin. In seiner Fernsehansprache an das `Volk der DDR` in der Aktuellen Kamera sagt er: `Ich habe für alle Bürgerinnen und Bürger der DDR zwei sehr erfreuliche Nachrichten. Erstens: Der liebe Gott hat zu mir gesprochen und damit die DDR anerkannt. Und zweitens: In einer Woche hat der Spuk von Glasnost und Perestroika ein Ende!`“

Schlußbetrachtung

Am Ende wartet der „Schwarze Kanal“ oder der „Schnee von gestern“. Foto: M.M.

So kann man das Ende der Welt auch betrachten: Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Oder: Lieber ins Verderben streben, als sich einzugestehen, wie ideologisch borniert man/frau ist. Welcher  „Spuk“ ist  wohl der nächste, der bald sein Ende finden wird?! Nach „Halloween“ sind wir klüger…

Marko Michels

 

 

 

 


 


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