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Was ist los im „deutschen Bildungsland“?!

„Fünf vor Zwölf“: Immer mehr werfen „das Handtuch“ schon vorzeitig

Es ist, auch in puncto Bildung bzw. Ausbildung, „fünf vor zwölf“ in Deutschland, MV und Schwerin. Jedenfalls nach MESZ… Aber wie „heißt“ das noch? Ach ja, ein dummes Volk kann man leichter regieren, frau/man muß nur halb so dumm sein, wie „der Rest“! M.M.

Der wichtigste Rohstoff in Deutschland, in M-V ist das Wissen. Leider ist es so, dass mittlerweile zu gelten scheint: „Wissen ist Macht. Kein Wissen macht auch nichts!“. Unsere „Eliten“ in Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport leben es ja vor. Kompetenz und Charakter bleiben außen vor. Hauptsache großes Mundwerk, Piercing, Tätowierungen, linke Ansichten und das „richtige Vitamin B“ sind vorhanden. Dann ist frau/man nämlich „Mainstream“ und braucht sich um eine echte Kompetenz-Aneignung nicht mehr bemühen. „Holla, die Waldfee“! Mit diesen Merkmalen ist die Karriere in Politik, Film, Musik und Sportivitäten gesichert.

Adieu Studium und Lehrstelle

Da mögen an manchen Universitäten, auch in M-V, 40 Prozent der Studienanfänger ihr Studium abbrechen oder das Fach wechseln, 25 Prozent der angehenden Lehrlinge ihren Lehrvertrag vorzeitig kündigen, macht nichts. Irgendwie wird der inszenierte „Fachkräftemangel“, eigentlich eh nur ein puntueller und keinesfalls flächendeckender, dafür sorgen, dass die Abbrecher einen auskömmlichen Lebensunterhalt haben werden.

„Eliten“ färben ab

Dumm, dümmer, Deutschland 2018. Das ist zugespitzt formuliert und dennoch sehr viel Wahres dran. Man braucht nur „einen Blick“ in den Bundestag „zu werfen“, das geistlose Geplapper und Geschrei während der Haushaltsdebatte 2018 offenbarte, dass Deutschland nicht über seine Verhältnisse lebt, aber unter seinen Möglichkeiten regiert wird. Von gescheiterten und kostenexplodierenden Großprojekten, verpennter Digitalisierung und dem verordneten „Bildungsnotstand“ ganz zu schweigen.

„Zu Höherem berufen“

Das Verhalten der selbst ernannten Eliten, auch in M-V und in Schwerin, färbt jedoch ab. Viele Heranwachsende fühlen sich „zu Höherem berufen“, wollen Super-Helden, Super-Fußballer, Top(f)modelle und Super-Stars sein, aber schon Jopi Heesters meinte: „Nicht jeder kann ein Super-Star sein!“ Leider fühlen sich inzwischen viele, leistungs- und talentlos, als Selbige!

Keine Meister-Jahre

Und in der Tat ist es so, dass Lehr- und Studien-Jahre eben keine Meister-Jahre sind, sprich, dass in der Ausbildung nun einmal nicht exorbitant hohe „Vergütungen“ gezahlt werden. Natürlich sollten diese jedoch schon ausreichend sein, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Das gravierendere Problem ist jedoch, dass viele „Studis“ und „Azubis“ nach der Schulzeit eigentlich nicht fit für ein Studium oder eine Lehre sind.

Mehr Praxis während der Schulzeit

Viele Lerninhalte während der Schulzeit gehen an der späteren realen Lebens- und Arbeitswelt vorbei. Dafür wird viel Belangloses unterrichtet. Früher gab es in der DDR ein Fach „Wissenschaftlich-praktische Arbeit“, das – mal abgesehen von den ideologischen Kommentaren – durchaus ein Schulfach war, das in Theorie und Praxis die Arbeitswelt vermittelte.

Aus damaliger Sicht offenbarte es mehr von der Realität in der DDR als jeder theoretische Unterrichtsstoff seinerzeit. Wer als Schüler  in die Produktionsbetriebe mußte, sah schnell, was los war – die DDR-Misswirtschaft konnte „live und in Farbe“ betrachtet werden. Warum ein ähnliches Fach nicht wieder einführen?! Dazu solche Unterrichtsfächer wie „Medienkunde“, „Informatik“ oder „Wirtschaft/Arbeit“… In einigen Schulen werden diese Fächer bereits angeboten. Leider haben sie überall in Deutschland jedoch noch keinen obligatorischen Status.

Schon während der Schulzeit, jedenfalls intensiver als bislang, sollten die Schülerinnen und Schüler mit der Berufswelt vertraut gemacht werden, denn es geht letztendlich um deren Zukunft und Zukunftssicherung.

Interkulturelle Kompetenz notwendig

In einer globalisierten Arbeitswelt sind  nicht zuletzt gute Fremdsprachen-Kenntnisse notwendig – nicht nur in Englisch. Auch da hat Deutschland noch enormen Nachhole-Bedarf. Wer sich früh orientiert, wohin die Reise in die Berufswelt gehen soll, kann dann letztendlich auch mit dem „Kompass“ umgehen. Das zahlreiche vorzeitige Beenden von Lehrverträgen und Studien ist jedenfalls ein geistiges Armutszeugnis im sonst so rohstoffarmen Deutschland.

M.Michels


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