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„Sport ist meine Leidenschaft…“

Nachgefragt  beim Trainer, Sportler und Allrounder Raik Hellwig

Seit mehr als zwanzig Jahren, seit 1998, besteht das belasso-Sportzentrum in Schwerin-Krebsförden, das im ersten Jahrzehnt nach der Eröffnung noch den Name Sieben-Seen-Sportpark trug. In den letzten zwei Jahrzehnten gab es viele „Aufs und Abs“ in der Entwicklung des belasso – langweilig war jedoch dort nie und wer Sport treiben wollte, konnte es stets.

Wer sind aber „die Köpfe“, die „Aktivisten“ des bekannten Schweriner Sportzentrums? Wer ist insbesondere für die sportlichen Geschicke verantwortlich?!

Einer dieser Aktivisten ist Raik Hellwig – seit 15 Jahren schon…

Raik Hellwig über sein Engagement beim belasso-Sportzentrum, seinen Indoor-Cycling-Kurs, seine Hoffnungen für das Sportzentrum und seine sportlichen bzw. beruflichen Aktivitäten

„Sport ist meine Leidenschaft…“

Frage: Inzwischen gehörst Du mit Deinem Kurs „Indoor-Cycling“ zum „festen Inventar“ des belasso. Wann begann für Dich Deine belasso-Zeit? Was führte Dich ins belasso?

Raik Hellwig beim Training im belasso-Sportzentrum. Foto: R.Hellwig/privat

Raik Hellwig: Im Jahr 2004 wurde ich vom Sieben-Seen Sportpark angefragt beim 24h Spinning-Marathon mitzuwirken. Ich war damals schon Spinning-Trainer in einem Ludwigsluster Sportstudio. Es hat nicht lange gedauert und ich wurde vom Sportpark „angeheuert“, um dort regelmäßig Spinning-Stunden zu geben. Da ich diesen Kurs komplett neu aufbauen musste, bin ich mittlerweile stolz darauf, dass ich es geschafft habe, diesen Kurs mit Leben zu füllen. Spinning war vor zehn Jahren durchaus noch eine Trendsportart. Inzwischen hat sich das zwar etwas geändert, aber dennoch trainieren bei mir wöchentlich viele belasso-Besucher – und das nach wie vor ganz begeistert.

Frage: Das belasso-Sportzentrum in Schwerin hat seit 1.Januar 2019 einen neuen Betreiber. Was erhoffst Du Dir vom künftigen belasso? Wo gibt es Luft „nach oben“? Was sind für Dich die positiven Aspekte?

Raik Hellwig: Ich denke, dass das belasso für Schweriner und Menschen aus dem Umland schon ein wichtiger sportlicher Anlaufpunkt ist, weil es viele sportliche Möglichkeiten unter einem Dach vereint und zudem einen großzügigen Wellness-Bereich bietet.

Um bestehende Mitglieder zu begeistern und um auch neue Mitglieder zu gewinnen, muss man innovativ bleiben und mit aller Professionalität mit den Kunden arbeiten. Dieses habe ich in der Vergangenheit oft im belasso vermissen müssen, denn die Mitglieder erwarten für ihre Beiträge auch eine entsprechende Gegenleistung.

Mitarbeiter sollen bzw. müssen qualifiziert sowie geschult sein und dafür auch entsprechend entlohnt werden. Bleibt so etwas aus, ist eine negative Entwicklung die Folge. Die Mitarbeiter-Fluktuation der letzten Jahre war nicht nur aus meiner Sicht schon äußerst erschreckend.

Frage: Wenn Du nicht gerade zu Deinen Kursen im belasso bist? Was machst Du beruflich? Was sind Deine Hobbys? Du bist ja ansonsten sportlich ohnehin sehr aktiv…

Raik Hellwig: Sport ist meine Leidenschaft und diesen habe ich schon immer exzessiv betrieben. 25 Jahre spielte ich aktiv Fußball, interessierte mich aber auch schon für andere Sportarten.

Im Jahr 2003 wurde ich dann auf den Triathlon-Sport aufmerksam und nahm an einigen kleinen Volkstriathlon-Wettkämpfen teil. Der Sport aus Schwimmen, Radfahren und Laufen hat mich so in seinen Bann gezogen, dass mittlerweile eine Leidenschaft daraus geworden ist und ich diesen Sport schon beinahe professionell neben dem Beruf betreibe.

Dabei helfen mir gerade im Winter die Spinning-Stunden im belasso, um beim Radfahren in der Spur zu bleiben. Bis hinauf zum IRONMAN (3,8 Kilometer – 180 Kilometer – 42,195 Kilometer) habe ich mir bereits im Triathlon-Sport alles zugetraut. Ich liebe es, mit dem Sport auf Reisen zu gehen und suche mir jedes Jahr einige europäische Städte aus, in denen interessante Veranstaltungen stattfinden.

Dieses Jahr werden es Hamburg, Berlin und Prag sein. Prag wird dann sogar Austragungsort des 100.Triathlon-Wettkampfes meiner Laufbahn sein. Der Sport ist recht zeitintensiv – so muss beruflich und natürlich auch privat alles passen und man muss über ein gutes Zeitmanagement verfügen. Da ich in Schwerin bei der Firma „Glagla Büro-Organisation GmbH“ als Vertriebsleiter für PC- und Medien-Technik tätig bin, passt natürlich die Trainer-Tätigkeit im belasso perfekt.

Letzte Frage: Es gibt ja viele, die noch rätseln, was sich hinter dem Kurs „Indoor Cycling“ verbirgt… Mal kurz und knapp gesagt: Welche Inhalte hat dieser Kurs?

Raik Hellwig: Kurz gesagt, ist Indoor-Cycling Aerobic auf dem Fahrrad zum Rhythmus der Musik. Die Gruppendynamik ist dabei das Faszinierende an der Sportart. Es ist mit Sicherheit nicht „jedermanns“ Sache, aber wer sich nicht zu schade ist, ordentlich zu schwitzen, kann bei dem abwechslungsreichen Sport auch richtig Spaß haben. Ich biete sogar Themen-Kurse zum Karneval, Oktoberfest und Weihnachten an.

Und jährlich im Januar gibt es einen Indoor-Cycling-Marathon. Die Sportart ist sehr effektiv für den gesamten Körper. Sie spricht alle Muskelgruppen an und ist sehr gut für die Konditionierung und Kraftausdauer. Das haben auch zahlreiche Fußball-Mannschaften aus der Region für sich entdeckt und besuchen in ihrer Spielvorbereitungszeit regelmäßig meine Kurse im belasso.

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge!

M.Michels


… Ein weiterer bekannter Trainer , „Aktivist“ im „belasso“ und damit auch Raiks Kollege Marco Eggers. Auch für ihn ist der Sport ein ungemein wichtiger Bestandteil seines Lebens.

Marco Eggers über seine aktuelle sportliche Arbeit, seine sportliche Berufung, seine Kurse, die Bedeutung des Sportes bzw. der Sportzentren und die Sportstadt Schwerin

„Sport ist mein Leben, meine Berufung!“

Frage: Marco, auch Du gehörst inzwischen mit Deinen Kursen „Step“, „Bodyforming“, „Stretching“  und „Wirbelsäulengymnastik“ zum „festen Inventar“ des „belasso“. Wann begann für Dich Deine belasso-Zeit? Was führte Dich in das Sportzentrum in Schwerin-Krebsförden?

Marco Eggers. Foto: M.E./privat

Marco Eggers: Ich bin ja ausgebildeter Fitness-Trainer und war 12 Jahre für das Wismarer Sportzentrum „Wonnemar“ in fester Anstellung. Allerdings suchte ich neue Herausforderungen im Sportbereich, wollte unabhängig agieren, mein „eigener Chef“ sein und entschied mich für die Selbständigkeit. Im Rahmen dieser neuen Ausrichtung kam ich 2014 zum belasso, bot auch dort meine Dienste an und bin seitdem für das „belasso“ als Honorar-Trainer aktiv. Ich biete jedoch ebenfalls  Outdoor-Training in Schwerin bzw. in Wismar an und arbeite auch weiterhin freiberuflich im „Wonnemar“.

Frage: Welchen Stellenwert, welche Bedeutung hat aus Deiner Sicht ein Sportzentrum, wie das „belasso“ in Schwerin?

Marco Eggers: Sportzentren, gleich in welcher Stadt, sind schon sehr wichtig, denn Sport, Bewegung und ein regelmäßiges Training sind in unserer Gesellschaft, in der es kaum noch ausreichende körperliches „Aktiv sein“ gibt, wichtig.

Schön, wenn Sportzentren in dieser Hinsicht entsprechende Angebote machen. Aber: Inzwischen entstehen in vielen Orten Fitness-Center fast schon inflationär. Jedoch gilt nach wie vor: Qualität geht vor Quantität. Es ist weniger entscheidend, ob vermeintlich top-moderne Geräte präsentiert werden, sondern es ist vielmehr entscheidend, dass kompetente bzw. hochmotivierte Trainer den Trainierenden zur Seite stehen.

Dabei ist nicht das Training an den Geräten das Nonplusultra – im Gegenteil. Es gibt inzwischen eine sportliche Bewegung „Back to the Roots!“. Ab in die freie Natur und nutzen, was diese an Trainingsmöglichkeiten bereit hält. Sportzentren haben mittlerweile einen eher ergänzenden Charakter und sind oftmals ein Ersatz für jene, die nicht die Chance haben, natürliche Gegebenheit für ihre sportliche Bewegung zu nutzen bzw. nur wenig Zeit zur Verfügung haben. Da sind Sportzentren, wie das belasso, schon wichtig.

Frage: Wenn Du nicht gerade zu Deinen Kursen im belasso bist? Was machst Du beruflich? Was sind Deine Hobbys? Und: Bist Du auch sportlich jenseits Deiner Kurse sehr aktiv?

Marco Eggers: Sport und Bewegung sind mein Leben, meine Berufung! Selbst Sport zu treiben, andere zum Sport zu animieren und Sport zu leben – das ist es, was mich antreibt, was mein Leben entscheidend ausmacht. Glücklicherweise habe ich eine Partnerin, die ebenfalls den Sport als wichtigen Bestandteil ihres Lebens sieht.

Frage: Es gibt ja viele, die noch rätseln, was sich hinter Deinen bereits erwähnten Kursen verbirgt?!

Marco Eggers: „Bodyforming“ ist ein Ganzkörperkurs für alle Muskelgruppen, ein perfektes Workout nach einem Arbeitstag! Bei den „Step“-Kursen stehen Koordination und Ausdauer im Vordergrund. Beim „Stretching“ geht es hingegen um eine größere Beweglichkeit und auch ein gutes Rückentraining. Und die Wirbelsäulengymnastik ist ein ausgezeichneter Ausgleich zu einer bürointensiven oder monotonen körperlichen Arbeit.

Letzte Frage: Schwerin gilt als Sportstadt. Wie beurteilst Du die Entwicklung des Sportes in Schwerin – ganz subjektiv?

Marco Eggers: Leistungssportlich ist Schwerin sicherlich in einigen Sportarten top, wenn ich nur an die SSC-Volleyballspielerinnen, die Bahnradsport-Asse um Stefan Nimke, die Leichtathleten des SSC, die Para-Judo-Zwillingsschwestern Ramona bzw. Carmen Brussig oder die Boxsportler des BC Traktor Schwerin denke.

Auch die Mecklenburger Handball-Stiere, die Segler, Triathleten bzw. Extremsportler um Michael Kruse oder die Drachenbootsportler sind weit über die Grenzen von Schwerin bekannt.

Doch: Wie sieht es jenseits des Leistungssportes aus? Viele Kinder und Jugendliche sind übergewichtig, verbringen viel Zeit mit Handy, Smartphone oder Computer-Spielen. Es müßte einfach  noch mehr Sportunterricht an den Schulen geben… Sport, das war einst ein wichtiges Fach. Heute spielt dieser zunehmend eine Nebenrolle. Die Folgen dieser Entwicklung sind jedoch schwerwiegend! Wer körperlich nicht fit ist, ist es zumeist auch geistig und charakterlich nicht!

Vielen Dank und weiterhin bestes sportliches Engagement!

M.Michels


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