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Mit dem „Badenschier-Effekt“ auf Rang 312

Schwerin im FOCUS-Ranking von den Medaillen weit entfernt

Wird Schwerin immer schöner?! Foto: M.M.

Schwerin holt auf. Zwar sind die Medaillen-Ränge in weiter Ferne, aber immerhin: Schwerin hat sich verbessert.

Schwerin „holt auf“

Das Nachrichtenmagazin FOCUS  (Nr. 7/2018) veröffentlichte die lang ersehnte, objektive Untersuchung zu Jobs, Wachstum, Einkommen, Firmengründungen, Sicherheit und Lebensqualität der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Und siehe da: Im Vergleich zu 2015 schneidet Schwerin besser ab, kletterte von Gesamt-Rang 358 aktuell auf Gesamt-Rang 312, also 46 Ränge nach oben. Ist das nun der Badenschier-Effekt? Hat der neue OB tatsächlich „frischen Wind“ nach Schwerin gebracht? Ist Schwerin tatsächlich auf dem „aufsteigenden Ast“.

Durchaus erfreuliche Entwicklungen, aber…

In der Tat gab es einige neue Firmen-Ansiedlungen, die hoffentlich nachhaltig sein werden. Schwerin „glänzt“ mit seinen kulturellen und sportlichen Angeboten, sollte aber aufpassen, dass die Vielfalt und die Qualität dort erhalten und noch verbessert wird. Der Innenstadtbereich erstrahlt teilweise in neuem Glanz. Es bleibt aber auch dort noch einiges zu tun (siehe Großer und Kleiner Moor!). Viele geschäftliche Leerstände wirken nicht sonderlich einladend – und so weiter man sich vom durchaus attraktiven Stadtkern entfernt, um so trostloser wirkt Schwerin. Dass auf dem Marienplatz noch immer nicht „Ruhe im Karton“ ist – trotz deutlicher Polizeipräsenz-  trübt den Blick auf die Landeshauptstadt M-V ebenfalls.

Wo sind die guten Jobs, die Freizeitangebote für die „Kids“…

Wirklich gute Jobs, von denen frau/man nicht nur überleben, sondern auch leben kann, bleiben in Schwerin Mangelware. Die gut dotierten Arbeitsstellen werden all zu oft nach „Vitamin B“ vergeben.

Es gibt durchaus Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, aber sehr anziehend und abwechslungsreich sind diese nicht. Wo sind die Zeiten geblieben, als sich Schweriner Diskotheken und Tanzstätten, wie das „Achteck“ (1969 eröffnet!), das „Resi“, das „Tropics“, „das Schwalbennest“, die „Venus-Tanzbar“, der „Pflaumenbaum“, das „Louis“, das „Thalia“ oder die „Sternschnuppe“ vor Gästen kaum „retten“ konnten.

Schwerin und die Bildung

Ja, Schwerin hat Bildungsstätten, wie die Hochschule für Arbeitsverwaltung, die Design-Hochschule, die Fachhochschule des Mittelstands oder das Konservatorium – alle mit guter Reputation. Aber es sind nun einmal vergleichsweise kleine Einrichtungen, die kein universitäres Flair vermitteln können. Zudem: Es fehlen die angesprochenen guten Jobs, die Perspektiven. Nach dem Abschluß verlassen die meisten Absolventen Schwerin. Nicht „Youngstars“, sondern vor allem „Rollatoren“ prägen Schwerin zunehmend…

Grund zum Jubeln…

Schwerin hat zwar die beste MV-Platzierung im FOCUS-Ranking. Aber sollte das der Maßstab sein? Wohl eher nicht.

Marko Michels

 

 


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