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„Immer 100 Prozent geben…“

Im Gespräch mit der Friseurin Sandra Breitling über ihren Beruf und ihre berufliche Entwicklung

Es wird in Deutschland gegenwärtig intensiv darüber diskutiert, welche beruflichen Branchen Zukunft haben und welche keine so günstigen Perspektiven besitzen.

Erstaunlich daran ist, dass speziell ausgebildete Friseurinnen und Friseure inzwischen eine aussterbende Spezies sind. Auch in Schwerin und in Mecklenburg insgesamt werden die „Haar-Künstlerinnen und -Künstler“ gesucht.

Oft haben Friseurinnen dabei einen ambivalenten Ruf. Doch vorbei sind die Zeiten, als man diesen im Umgang mit anderen Köpfen viel zutraute, aber so gut wie nichts mit dem eigenen…

Eigentlich hat die Branche der Hair-Stylistinnen und -Stylisten Zukunft und erfordert Grips wie Talent. So gibt es in Deutschland (Stand Ende 2017) rund 81000 Frisier-Salons mit rund 145.200 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Friseuren. Der Umsatz mit dem Stylen der Haare ist aber schon beträchtlich: mehr als sieben Milliarden Euro jährlich…

Eine, die ihren Job von der Pike auf lernte, ist Sandra Breitling, Friseur-Meisterin und Ausbilderin bei der IHK zu Schwerin.

 

Sandra Breitling über den Standort ihres Salons, ihre Hoffnungen für die weitere Entwicklung ihres Salons, die Entscheidung für den Beruf als Friseurin und ihre Arbeit an sich

 

„Immer 100 Prozent geben…“

 

Frage: Sie sind seit 2013 Mieterin in einem Schweriner Sportzentrum, Frau Breitling. Warum entschieden Sie sich gerade für den Standort?

Der Salon der Friseur-Meisterin Sandra Breitling. Foto: Sandra Breitling/privat

Sandra Breitling: Gerade im Stadtteil Krebsförden sah ich gute wirtschaftliche Chancen für mich, weil dort ein Bedarf an Friseurinnen und Friseuren vorhanden war bzw. ist.

Das dortige Sportzentrum erschien mir seinerzeit – und das gilt heute um so mehr – der ideale Standort zu sein, weil es durchaus Synergie-Effekte für beide Seiten gibt.

Die Einrichtung bietet ja Sport/Bewegung, Entspannung und Wellness – und dazu gehört nun einmal eine Friseurin oder ein Friseur. Nur wer gut frisiert ist, fühlt sich wohl, entspannt und mag auch Sport treiben.

Frage: Wie verlief dabei die Entwicklung in den letzten sechs Jahren?

Sandra Breitling: Es gab eine insgesamt positive Entwicklung des Umsatzes und der Zuspruch von Kundinnen bzw. Kunden nahm auch zu.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis versuche ich dabei stets fair zu gestalten, aber letztendlich hat Qualität auch ihren Preis.

Seit 2017 unterstützt mich zudem meine neue Mitarbeiterin Frau Plumbaum. Wir sind ein sehr gutes Team und möchten natürlich, dass die erfreuliche Resonanz weiter anhält.

Frage: Würden Sie – nach ihren Erfahrungen – einer Schulabsolventin und einer Schulabsolventin den Beruf als Friseurin/Friseur empfehlen wollen?

Sandra Breitling: Ja, das kann ich guten Gewissens… Schon allein, damit unsere Branche nicht ausstirbt! Der Beruf erfordert jedoch Geschick, Kreativität, Qualität, Zielstrebigkeit und fachliche Kompetenz. Wenn heute viel vom lebenslangen Lernen geredet wird, so gehört unbedingt auch mein Beruf dazu.

Es gibt ständig neue Innovationen, ob neue Technik, neue Frisuren-Trends, neue Angebote – da sollte man ständig auf dem neuesten Stand sein.
Nicht zu vergessen: Der Beruf als Friseurin/als Friseur ist harte Arbeit. Man muß immer, jeden Tag, 100 Prozent geben. Das sind wir unseren Kundinnen und Kunden, die zu uns kommen, auch schuldig.

Frage: Was ist Ihr Ausgleich zum Beruf als Friseurin? Sind Sie eigentlich selbst sportlich aktiv?

Sandra Breitling: Natürlich halte ich mich fit, jogge gern und bin sehr aktiv!

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge mit Fön, Kamm und Schere!

M.M.

Foto (S.B./privat): Der Salon von Sandra Breitling.


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