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Die Fußball-WM 2018 rückt näher

Deutschland in Fußball-Laune

Nur noch knapp drei Monate. Dann beginnt die Endrunde der 21.Fußball-WM in Russland, die vom 14.Juni bis zum 15.Juli dauern wird.

32 Teams kicken dann um den „WM-Pott“, den zuvor Uruguay (1930, 1950), Italien (1934, 1938, 1982, 2006), Deutschland (1954, 1974, 1990, 2014), Brasilien (1958, 1962, 1970, 1994, 2002), England (1966), Argentinien (1978, 1986), Frankreich (1998) und Spanien (2010) gewannen.

Auch dieses Sportereignis steht wieder einmal in der Kritik. Die Kosten werden rund zehn Milliarden Euro betragen. In Russland werden 32 Teams aktiv sein, ab 2026 werden es dann 48 Mannschaften sein. Die Fußball-WM sind schon und werden verstärkt auch in Zukunft ein gigantisches Mammut-Turnier sein, wobei immer mehr Teams beileibe nicht eine höhere sportliche Qualität bedeuten.

Die FIFA fordert immer neuen, besseren Komfort in den Stadien, was sich letztendlich auch auf die Ticketpreise auswirkt, die für „normale“ Arbeitnehmer immer unerschwinglicher werden.

Im Land des Titelverteidigers, in Deutschland, ist Fußball die Sportart Nummer eins, die nahezu alle anderen Sportarten zu überrollen scheint. Gäbe es nicht „ab und zu“ Sportveranstaltungen wie die Olympischen bzw. Paralympischen Winter- bzw. Sommerspiele, „König Fußball“ würde alle anderen Sportarten hierzulande nahezu erdrücken.

Aber: Ist es nicht von einer deutlichen Mehrheit auch so gewollt? Zwar mäkeln nicht wenige über die ausbleibende mediale Präsenz einiger Sportevents im „Nicht-Fußball“ herum, andererseits sind die TV-Quoten in Richtung Fußball eindeutig: Deutschland ist nicht nur ein Land der Autofahrer und Hunde-Besitzer, neun, es ist auch ein Land der Fußbälle. Die Fußball-Stadien sind zu zu den Wochenenden bestens bis gut gefüllt – und das nicht nur in der ersten oder zweiten Liga.

Es gibt zahlreichen Fan-Clubs, die ihre Vereine frenetisch begleiten. Der Absatz der diversen „Fußball-Utensilien“ verläuft hervorragend – vom Fan-Schal bis zum Trikot des jeweiligen Lieblingsspielers.

Fußball ist also mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland, wobei die üppige Förderung dieser Sportart auch zu großen Erfolgen, wie 2014, führt.

Da mögen einige Vorberichte zur politischen Lage in Russland noch so negativ sein, ab 14.Juni wird fast ganz Deutschland „vor der Glotze“, vor den Public Viewing-Leinwänden oder sogar in den Stadien vor Ort sein, um dem Fußball zu frönen.

Letztendlich lenkt dieser auch hervorragend vom Alltag ab, bietet schlicht und schlichte Zerstreuung.

Es ist für alle also eine „Win-Win-Situation“…

Na dann, lasst das Fußball-Spektakel beginnen…

M.Michels


Wie verliefen die Fußball-WM 2014 eigentlich noch einmal – mit dem Triumph der DFB-Auswahl?!

Rückblende: Interview mit dem Präsidenten des Fußballverbandes M-V, Joachim Masuch vom Juli 2014 (früheres Sport-Online-Magazin für ganz M-V „rostock-sport.de“ vom 17.Juli 2014)

Im Rückspiegel: Resümee zu den 20.Fußball-WM in Brasilien / Nachgefragt bei Joachim Masuch, Präsident des Landesfußball-Verbandes M-V

Die 20.Fußball-WM sind wieder Geschichte. 32 Teams wetteiferten dabei bei der Endrunde um den Titel. Die stärksten acht Nationen waren Deutschland, Brasilien, Argentinien, Costa Rica, die Niederlande, Kolumbien, Frankreich und Belgien. Für Furore sorgten zudem die Teams aus Mexiko und Chile.

Nach Uruguay (1930, 1950), Italien (1934, 1938, 1982, 2006), Deutschland (1954, 1974, 1990), Brasilien (1958, 1962, 1970, 1994, 2002), England (1966), Argentinien (1978, 1986), Frankreich (1998) und Spanien (2010) wurde wieder Deutschland Weltmeister.

Im Vorfeld der Fußball-WM 2014 gab es viele negative Begleitumstände: Millionen-Kosten, sinnfreie Stadion-Neubauten, Umwelt-Frevel und Proteste begleiteten die Welt-Titelkämpfe.

Sportlich überzeugten neben der DFB-Mannschaft insbesondere die süd- sowie mittelamerikanischen Teams. Zu viele Emotionen, deren Wurzeln außerhalb des Fußball-Rasens liegen, und der Ausfall zweier Leistungsträger bremsten das brasilianische Spiel im Halbfinale, brachten beim 1:7 gegen Deutschland ein sportives Desaster mit sich.

Wie beurteilt nun Joachim Masuch, der Präsident des Fußballverbandes M-V, die 20.WM-Endrunde?!

Nachgefragt

J.Masuch über die deutsche Mannschaft, die WM in Brasilien allgemein und den gebürtigen Greifswalder Toni Kroos im DFB-Team

„Teamgeist und Siegeswille waren ausschlaggebend…“

Frage: Deutschland präsentierte sich ab dem Viertelfinale in eindrucksvoller Form, nachdem einige Spiele zuvor, wie gegen Ghana, die USA oder gegen Algerien, nicht wie erhofft „liefen“. Wie lautet Ihr Resümee aus deutscher Sicht?

Joachim Masuch: Wenn man Weltmeister geworden ist, kann man nicht viel falsch gemacht haben! Ganz im Gegenteil: Die deutsche Nationalmannschaft ist offensichtlich gut vorbereitet nach Brasilien gekommen, hat hier weiterhin langzeitverletzte Spieler wie Schweinsteiger, Khedira und Klose behutsam auf höhere Belastungen herangeführt und nach einem souveränen Startsieg über Portugal die weiteren Pflichtaufgaben erfüllt!

Der Halbfinalsieg über den Gastgeber Brasilien mit einem 7:1 Ergebnis und der hier überragenden Leistung von Toni Kroos waren ein Genuss für jeden Fußball-Liebhaber! Das Finale, das heiss umkämpft war, konnten wir nur gewinnen, weil der Teamgeist und der unbedingte Siegeswille in unserem Team stärker ausgeprägt waren als bei den Argentiniern. Auch das Auftreten unserer Mannschaft außerhalb der Spiele in Brasilien war sehr lobenswert!

Frage: Wie würden Sie diese WM in Brasilien insgesamt charakterisieren – sportlich, organisatorisch und persönlich?

Joachim Masuch: Ich habe diese 20. WM sportlich als interessant – mit überwiegendem Offensiv-Fußball aller Teams – wahrgenommen! In den Vorrundenspielen dominierte der Wille der Mannschaften, gewinnen zu wollen.

Insoweit haben wir auch viele Tore gesehen! Mit Beginn der Achtelfinalbegegnungen änderte sich dieses doch ein wenig! Von nun ab gab es – mit Ausnahme unseres Halbfinalspieles – nur noch knappe Spielergebnisse! Zum sportlichen Bereich zähle ich auch die Schiedsrichter und hier ist deutlich festzustellen, dass diese überwiegend nicht mit dem Niveau der Mannschaften mithalten konnten! Es war eine gut organisierte WM, soweit man dieses als Fernsehzuschauer einschätzen kann.

Frage: Hervorragend agierte auch Toni Kroos, der gebürtige Greifswalder und ehemalige FC Hansa Rostock-Spieler, in der DFB-Auswahl. Wie bewerten Sie die Leistungen von Toni während der WM 2014?

Joachim Masuch: Ich hatte das Glück, 2010 das erste WM-Spiel von Toni Kroos und seine damalige Rolle im DFB-Team in Südafrika erleben zu können und nun beim Finale ihn live in Rio zu sehen!

Toni hat in diesen 4 Jahren einen unglaublichen Leistungssprung vollzogen: Er war unangefochten Stammspieler beim Champions-Sieger Bayern München und ist nun auch unbestrittener Stammspieler unserer Nationalmannschaft!

Seine diesjähriges WM-Highlight war das Halbfinalspiel gegen die Brasilianer, in dem er der Spielmacher und Doppeltorschütze war und zu Recht „Man of the Match“ wurde! Es ist eine Freude, die Entwicklung dieses Spielers mit seinem sympathischen Auftreten verfolgen zu können! Und vergessen wir nicht: Bereits im Jahr 2007 wurde Toni Kroos als bester Spieler der U 17-WM geehrt…

Frage: „Ein Wort“ noch zu den bereits angesprochenen Referees… Diese standen ja deutlich in der Kritik. Müßte die Auswahl der WM-Referees künftig unter strengeren Maßstäben erfolgen?!

Joachim Masuch: Ein klares Ja! Wenn die besten Mannschaften der Welt um den Titel spielen, müssen auch die Spielleiter die entsprechend hohe Leistungsvoraussetzung mitbringen. Aber dieses Thema gibt es bereits seit Jahren und die FIFA bleibt bei ihrem Prinzip, dass aus allen Kontinentalverbänden deren beste Schiedsrichter vertreten sein müssen!

Letzte Frage: Nach dem sportlichen Halbfinal-Desaster der brasilianischen Mannschaft: Wie ist Ihre Meinung zur Zukunft des brasilianischen Fußballsportes?

Joachim Masuch: Ich bin überzeugt, dass es der brasilianische Fußball nicht leicht haben wird, sich wieder in der Weltspitze zu etablieren. Zu früh verlassen bereits die besten Talente das Land, spielen überwiegend in ganz Europa und selbst Heim-Länderspiele werden weltweit im Ausland vermarktet.

Wir werden weiterhin hervorragende brasilianische Einzelspieler in Club-Mannschaften sehen, aber bevor wieder eine wettbewerbsfähige Nationalmannschaft mit Titelambitionen vorhanden ist, werden möglicherweise einige Jahre vergehen! Schade…

Vielen Dank, weiterhin bestes fußballsportliches Engagement und alles erdenklich Gute – fußballsportlich, beruflich und persönlich!

Marko Michels


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