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Das Berühren der „Figüren“ ist verboten…

Deutschland und M-V im politischen Herbst

Wie geht es weiter in Schwerin und der Welt? Nicht nur zuschauen, auch mitmachen! / Foto: Michels

„Das Berühren der `Figüren` mit den „Pfoten` ist verboten!“ Das ist eigentlich „gute Kinderstube“, das sind Manieren, das ist echter „Knigge“. Inzwischen gibt es jedoch ständig neue Meldungen darüber, wie Machtpositionen, insbesondere von Männern oder „Männeken“, ausgenutzt werden, um untergebene Frauen sexuell zu demütigen.

Fokus auf die Armleuchter

Auch ein Hamburger Nachrichtenmagazin titelte kürzlich über „Macht und Mißbrauch“. Aus allen Bereichen, ob Politik, Wirtschaft, Kultur (Stichwort „Filmindustrie“) und Sport gelangen derzeit neue Enthüllungen an die Öffentlichkeit.

Der neutrale Beobachter kommt dabei schon ins Grübeln. Nicht allein wegen der mangelnden Umgangsformen hierzulande, das überrascht eh niemanden mehr, sondern auch, wie es möglich war bzw. ist, dass geistlose und charakterlose Kreaturen oder Armleuchter derartige Macht- sowie Führungspositionen überhaupt erreichen konnten.

Wie läuft das in puncto „Führungspersonal“?

Es gibt doch in den verschiedensten Bereichen langwierige Bewerbungsverfahren mit psychologischen Tests, mit Intelligenztests, mit Tests zur Belastbarkeit und auch in den beruflichen Folgejahren werden „Führungskräfte“ durch den jeweiligen Arbeitgeber geprüft. Wie gesagt, so sollte es sein.

Was ist aber, wenn  derartige Tests nur „pro forma“ durchgeführt werden, wenn am Ende die Ergebnisse manipuliert sind, also der jeweilige Bewerber als „guter Bekannter“ bereits im Vorfeld Kenntnis über den Inhalt des Bewerbungsverfahrens hatte, wenn diese Ergebnisse ohnehin nur zweitrangig sind, weil andere Faktoren („Vitamin B“, „Parteibuch“, „politische Gesinnung“) bedeutender sind – und wenn der Charakter des jeweiligen Bewerbers für den Arbeitgeber ebenfalls ohne Belang ist. Hauptsache, das Gel ist fest im Haar verschmiert, das Mundwerk ist groß, das Auftreten noch größer, um nicht zu sagen, großkotzig, also wenn am Ende die „Blender“ die besten Aufstiegschancen haben.

Land der Blender

Leider ist das in Deutschland der Fall, wie man an den Beispielen der diversen Geldinstitute sieht, die mit Steuergeldern gerettet werden „durften“, da sie sich verzockten. Am Ende zählte doch nur noch die Haarfrisur statt der „Substanz“, die unter dem Pony sein sollte. Ein bisschen Hirn- und Charakter-Training könnte nicht schaden.

Schaut man nicht zuletzt auf die Vielzahl der Großprojekte und Bauprojekte, die in Deutschland in den letzten Jahren „den Bach runtergingen“, meist unter direkter Verantwortung übertrieben selbstbewusster „Manager“, dann könnte man rufen: „Frauen an die Macht!“. Nichts dagegen, wenn diese kompetent, charakterstark und kreativ sind.

Auch Frauen kochen nur mit Wasser

Nur… Man muss leider sagen: „Auch Frauen kochen nur mit Wasser!“. Es wird „gemerkelt“ statt „gewerkelt“. Jetzt müssen die Probleme gelöst werden, die wir vor der Ära Merkel nicht hatten. Im Grunde genommen sehnen sich doch viele nach Kohl und Schröder zurück, die betrieben zumindest Politik aus Leidenschaft, wenn auch mit begrenztem Erfolg, aber sie hatten zumindest so etwas wie einen Kompass.

Frau Merkel regiert hingegen nur auf Sichtweite, was bei den zunehmenden Smog-Alarmen in Deutschland ein Risiko ist. Die nebulöse Regierungsbilanz von Merkel ist nun alles andere als ein Erfolg, ob innenpolitisch (Migration, Rente, prekäre Arbeitsverhältnisse, verschlafene Digitalisierung, Bildungsdesaster, auch wenn die Länder hier die „Hoheit“ haben, misslungene Energiewende, selbst verschuldeter, partieller Fachkräftemangel) und außenpolitisch (Versagen der deutschen Diplomatie in Konflikten, Zukunft der EU und des Euro ungewisser denn je, diplomatische „Verstimmung“ zu Großbritannien, den USA oder Russland).

Was ist nun mit unserer Hoffnungsträgerin in M-V, Manuela Schwesig? Hoffnungsvoll trat sie als Sozialministerin auf, aber inzwischen ist auf den üblichen „Polit-Sprech“ a la Berlin getrimmt worden. Nichts mehr von der Gelassenheit, der Leichtigkeit und der Autenthizität der Manu S. von 2006/07. Schade…

Aber so ist das eben.

Die Kritiker der Elche waren früher selber welche…

Schlimmer sind dann aber wieder die „Männeken“, die einst keine Manieren hatten und heute als „Elder Statesman“ auftreten. Wie Joschka Fischer. Einst als linksradikaler Straßenschläger gestartet, ist  er inzwischen als Außenminister im Unruhestand in der gediegenen Mitte der Gesellschaft angekommen, der aber noch immer Absonderlichkeiten von sich gibt. Inzwischen sieht er die AfD in der direkten Tradition zu den braunen Nazis.

Da kann der neutrale Beobachter nur noch mit dem Kopf schütteln. Es müssen weder die Keulen des Wilhelminismus, des Nationalsozialismus und des Stalinismus gegenüber heute bestehenden Parteien geschwungen werden. Was soll dieser geistlose Unsinn? Das verharmlost die Verbrechen während der Regierungszeiten der Kaiser, Führer oder Staatsratsvorsitzenden!

Extreme Personen mit obskuren Ansichten gibt es in jeder Partei, bei neuen Parteien mitunter in größerer Anzahl als bei etablierten. Wie war das noch mit den konträren Ansichten innerhalb der Grünen in den 1980ern und 1990ern?  Wie war damals das Auftreten einiger Grüner?

Man kann von der AfD halten, was man will, aber man sollte sich inhaltlich mit dieser Partei auseinandersetzen, sie widerlegen und sie zur Vorlage ihrer Politik-Konzepte auffordern. Alles andere ist nur als ein Zeichen der Schwäche der Etablierten zu werten. Macht doch einfach bürgernahe Politik, macht gute Politik und macht ehrliche Politik! Dann werdet Ihr gewählt. …Wenn nicht, brauchen sich Union, SPD und Grüne nicht wundern, wenn viele nicht wählen oder sich neuen Parteien zuwenden.

Alles bestens?!

Geht es Deutschland gut? Dem Staat vielleicht, aber der Mehrheit der Menschen eben nicht! Schaut man sich die schönen Statistiken zum Arbeitsmarkt an, fühlt man sich an „alte Zeiten“ erinnert. Was sollen solche Statistiken, bei denen ein Großteil der Menschen nicht vorkommt, wie unter anderem SGB II-Empfänger! Viele müssen ihren Lohn „aufstocken“ lassen. Es droht eine Altersarmut. Noch immer fehlt ein Einwanderungsgesetz…

Unsere staatlich geförderten Medien und die ehemaligen Zentralorgane sind zudem in ihrer Argumentation erstaunlich einseitig. Leider gibt es in Deutschland nicht so etwas wie die BBC. Zumindest gibt es einige „neue Pflanzen im deutschen Medienwald“, die Hoffnung machen.

Die Digitalisierung wurde von der promovierten Naturwissenschaftlerin Merkel ebenso verschlafen wie eine wirklich neue, nachhaltige Energiepolitik. Tja, wenn Politik mit ganz ruhiger Hand betrieben wird, dann sollte jemand den „politischen Rollator“ beschaffen. Dann geht es schneller, sogar im Internet…

So geht das politische Herumkrebsen weiter – statt Schwarz-Rot eventuell mit Schwarz-Gelb-Grün.

Wie war das noch… Auf, auf sprach der Fuchs zum Hasen! Hörst Du nicht den Jäger blasen? Aber wie das Wettlaufen zwischen Hase und Igel dann ausging, ist hinlänglich bekannt! Man muss nur die Macht machen, zu diskriminieren, zu demütigen, zu manipulieren  und zu „regieren“. Dann ist man „oben auf“ und „mitten drin“.

Marko Michels

 

 

 


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